Gruppenbild vor KIrchenfenster

  • Jan:

    Schirme steuen bei richtigem Einsatz weniger als Softboxen. Die kann man nur mit Abschirmklappen richtig gut betreiben.
    Es darf natürlich kein Licht auf die Fenster fallen, das ist klar.
    Ich denke auch, der Blitz war erheblich zu stark und die Belichtungszeit dadurch zu kurz. War ja auch trüb draussen.

    Winfried

    Dann sind wir uns einig :)

  • Ole:

    ...dann probiere es bei der Goldenen Konfirmation noch mal.... *green*

    (duck und weg) *beten**beten**beten*
    Winfried

  • Es waren zwei Reflexschirme. Der Blitz von außen war leider nicht möglich. Selbst wenn es nicht in Strömen geschüttet hätte: Sieben Meter ab Erdboden und kein Baum davor. Optimal war die steil gebaute Sänger-Empore sicher nicht. Der Regen zwang mich in den Innenraum. Und der gab nirgends etwas her - da war diese Empore noch der "beste" Platz...

  • Hier sind ja fachlich versierte Forenmitglieder bereits mit Rat tätig geworden, denn ich habe mit solcherlei Aufnahmen ebenfalls keinerlei Erfahrung. Kann also nur als Betrachter des fertigen Bildes schreiben, was mir so auffällt.

    Also, der Konfirmandin im Bild rechts zeigst du das Bild am besten erst gar nicht. Wenn du es ihr gibst oder gar öffentlich machst, wird sie dich dafür hassen, da bin ich ganz sicher. Denn noch ungünstiger kann man auf einem Gruppenbild nicht dargestellt werden. Da hilft auch keine Schuldzuweisung ans Wetter, an die Emporen- oder Fensterhöhe. Da stimmt einfach gar nichts. Das Mädel ist schon keine Elfe, aber auf dem Bild hast du ihr noch ein paar Kilo aufs Gebein gezaubert. Überbelichtet noch dazu. Ihr Höschen kann man auch sehen, oder den Strumpfansatz. Egal, man sieht Dinge, die man auf einem Erinnerungsfoto nicht sehen sollte.

    Du hättest die Chance gehabt, einiges nicht falsch zu machen, wenn du früh genug hier im Forum deine Absicht mitgeteilt und auch die Ratschläge der Fachleute angenommen hättest. Klingt alles hart, ist aber meine ehrliche Meinung, ohne dich angreifen zu wollen.

  • @Winfried: Ob ich dann noch Deinen Rat einholen kann?
    ...aber so lang müssen wir gar nicht warten. Zwei Wochen später war meine nächste Konfirmation mit einer deutlich kleineren Gruppe und bei herrlichem Sonnenschein. Da waren wir vor der Kirche. Und Deinen Rat 65 statt 50mm konnte ich beherzigen, da das 65er Objektiv genauso rechtzeitig vorher kam wie die transportable Open-Air Steckdose Jinbei Energon 350 (tolles ding, übrigens). Da war der Studioblitz draussen einsetzbar und fungierte "nur" als Aufheller, Also: Lerneffekt da.

  • Wenn ich einen Rat geben darf, ich würde mich an Deiner Stelle mehr auf den Bildinhalt konzentieren als auf die Technik. Dass unter den Rock fotografieren gerade bei jungen Menschen nicht sein sollte, hat Ernst treffend beschrieben. Das ist nicht alles. Man sieht unter die glänzenden Stuhlbeine bis hinten zum Lüftungsgitter. Das Licht kommt von überall her, kreuz und quer, es ist zuviel. Das Bild ist schief, das Fensterbild ist schwarz statt bunt, der Bub links als einziger angeschnitten, einige Füße sind weg. Das wirkt auch wie ein Weitwinkel, weil die vordern Beine so groß wirken – was bei der rechten extrem unvorteilhaft ist – und die hinteren Köpfe zu klein geworden sind. Für meinen Geschmack viel zu klein. Für Personen ist nunmal ein leichtes Tele für die meisten Fälle das beste und sicherste.

    Gibts was Gutes? Bis auf das Mädel vorne rechts – vielleicht ahnt sie den Blickwinkel – schauen alle recht nett.

    Wenn mir so ein Bild passiert wäre, würde ich die ganze Technik weg tun und mich auf die Kamera und ein Stativ beschränken und die Mattscheibe viel genauer kontrollieren. Die Kinder können auch mal ruhig halten. Bist Du dabei sicher, würde ich einen Blitz nehmen und irgendwann, wenn ich sicherer bin und die Lichtwirkung beurteilen kann, vielleicht mal zwei. Gibt man so ein Bild ab, zählen keine Ausreden wie Wetter oder Enge oder sonstwas. Das macht die Leut nur sauer wenn sie sowas hören. „Warum tut er es dann“, ist dann die verständliche Frage. Zur Not verzichtet man eben auf das eine oder andere Detail wie ein Fensterbild. Es gibt bestimmt eine Stelle in oder um diese Kirche, wo man zehn Personen ansprechend gruppieren kann, zur Not im Treppenhaus auf den Stufen.

    Gruß
    Karlheinz

  • [Zitat]Wenn ich einen Rat geben darf, ich würde mich an Deiner Stelle mehr auf den Bildinhalt konzentieren als auf die Technik.[/Zitat]
    Das trifft auf wohl die meisten Fotos zu :)

    [Zitat]Wenn mir so ein Bild passiert wäre, würde ich die ganze Technik weg tun ... [/Zitat]
    ... und das besonders :) :D

    cu ...

  • Hört sich gut an und ist auch unter vielen Umständen richtig. Aber wenn draußen die Wolken zu Fuß gehen und zusätzlich abregnen, kann man draußen wg des Regens nichts machen (bei bewölktem Himmel wäre das meine erste Wahl- habe ich einige Male auch genauso praktiziert wie Innen bei halbwegs vernünftigen Helligkeitswerten) und drinnen war selbst mit 400 ASA Film nichts zu wollen. Bleibt halt nur Blitz....
    Hier mal Innenraum bei "normalem" Außenlicht bei 250 ISO (Foma 400) in der Mamiya RB 67 mit 8sec Belichtungszeit mit Spiegelvorauslösung; die selbe Gruppe bei einer Freizeit.
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid…&type=3&theater
    Ja, der Größenabfall von vorn nach hinten ist zu strak, aber da hatte ich nur 50mm zu Gebote; mittlerweile gibt´s bei mir das 65mm Objektiv. Meine anderen damals verfügbaren Objektive, 140mm und 180mm, hätten statt Größenabfall einen Schärfeabfall verursacht.

  • war selbst mit 400 ASA Film nichts zu wollen. Bleibt halt nur Blitz....

    Für sowas gibt es Pixelschleudern, sprich digitale Kameras, mit der neusten Generation kannst problemlos auf 3200 ISO hoch gehen. Denn es zählt beim Kunden nur das Resultat!

    Meine 2 cts. Armin

  • Deutlich besser! ;) Nur die Schatten könnten mehr Zeichnung haben. Im Zweifel würde ich bei solchen Situationen etwas überbelichten, wenn es unbedingt auf Film sein muss, das schadet bei Portra nicht. Es fehlt aber etwas Tiefe im Bild. Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass es in einer Kirche keine Stelle gibt, wo man mehr Abstand zur Wand hat. Das würde wahrscheinlich besser aussehen.

    Wissenschaftlichkeit: Das heißt zu wissen, was man weiß und was man nicht weiß. Unwissenschaftlich ist alles totale Wissen, als ob man im Ganzen Bescheid wüsste. (Karl Jaspers)

  • Freut mich, danke! Was die Standortwahl betrifft: Die Kundschaft hat gern den teuer gekauften, mühsam zurecht gemachten Blumenschmuck am Kirchenportal im Bild :)

  • genau dieser Blumenschmuck ist es, was mich am Bild stört. Bzw. die Enge, die dieser Schmuck erzeugt. Man hat den Eindruck, daß sobald einer niest, wackelt oder ausatmet alles umfliegt und alle nur darauf warten aus dieser Zwickmühle zu entkommen. Ich als Betrachter habe jedenfalls sofort das Bild im Kopf wie einer der Töpfe umfliegt.

    Auch wenn diese Aufnahme in vielen Punkten viel besser ist als die erste, merkt man ihr an, wie du die Personen in irgendwelche Aufnahmeparameter presst.
    Will sagen, deine Herangehensweise passt wahrscheinlich besser zu Stileben als Gruppenfotos.

    Das sage ich aber absolut nicht abschätzig.

    Ich denke, das Setup steht ja jetzt im großen Ganzen.

    Grüsse

    Micha

  • .... Was die Standortwahl betrifft: Die Kundschaft hat gern den teuer gekauften, mühsam zurecht gemachten Blumenschmuck am Kirchenportal im Bild :)

    Wenn das so ist, dann sollte man ihn auch mit mehr Gewichtung mit ins Bild nehmen. Also nicht von den Personen halb verdeckt ins Bild stellen. Michael hat die Enge ja schon angesprochen.

    Ich habe von Personen und Portraitfotografie keine Ahnung und traue mich da auch nicht ran, denn alle Versuche sind bis her schiefgegangen, aber trotzdem :

    Zitat von Michael Hoff

    Ich denke, das Setup steht ja jetzt im großen Ganzen.

    Hmm, wenn ich mir die Lichtführung so anschaue, stelle ich fest, dass der Junge und das blonde Mädel ihr Licht von links (unsere Blickrichtung) und das brünette Mädel und Ole selbst das Licht von rechts erhalten. Die beiden linken Personen wirken auch eher wie Bleichgesichter und die beiden rechten Personen wie Rothäute. Das blonde Mädel hat z.b. ganz "schräge (aus gegensätzlichen Richtungen)" Schattenwürfe im Gesicht (links den von den Haaren und rechts den von der Brille).

    @Ole, ich wünsche Dir, dass alle Beteiligten das Bild ehrlich für gelungen halten.
    Bei dem getriebenen Aufwand ist es das für mich nicht. Vielleicht ist es besser an so einem Tag nur eine Aufgabe zu übernehmen.

    Gruß Volker, der genau weiß, warum er auf solchen Festen nie die Fotografenrolle übernimmt.

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    Meine Meinung ist objektiv absolut subjektiv und/oder/aber subjektiv absolut objektiv

    und am besten macht es jeder so, wie er denkt und es mit seinem Gewissen vereinbaren kann
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    wer Bilder gucken möchte