Fotogramm mit Solarfotopapier

  • Cyanotypie - Fotogramm - Solarfotopapier (von Astromedia)

    1. Schritt: Anordnen und Belichten

    IMGP5934.jpg

    Vor dem Belichten ist das Papier hellblau.

    IMGP5935.jpg

    Im Schatten sieht man, dass es beim Belichten noch heller wird.

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    Nach dem Belichten sieht man deutlich, dass die belichteten Stellen hell werden.

    Der Belichtungsprozess im Sonnenlicht beträgt ca. 10 Minuten. Es hängt auch von der Intensität ab.

    IMGP5937.jpg


    Zum Entwickeln wird Leitungswasser verwendet, in das man ein paar Tropfen Wasserstoffperoxid gibt. (Oxidationsmittel für Aquarien).

    IMGP5938.jpg

  • Das Oxidationsmittel Sauerstoff ist auch so im Wasser enthalten, nur in kleiner Menge. Es dauert dann etwas länger.

    Man kann das Papier auch nass an eine Leine hängen. Dann sieht man auch, dass das Bild kräftiger wird.

    Bei kleineren Kindern würde ich es weglassen.

  • Sowas hatte ich noch nicht gesehen, sieht sehr interessant aus (!) Nach der Lochkamera sehe ich hier schon das nächste kleine Fotoprojekt für meine Kinder, zumal das nochmal deutlich einfacher zu realisieren scheint :)

    VG, Heiko

  • Es ist wirklich einfach.

    Fotopapier ist von Astromedia.

    Solarfotopapier (von Astromedia) suchen.

    Oxidator gibt es in Zoohandlungen. Sehr viel teurer auch als Wasserstoffperoxid in Apotheke. Man braucht nur ein oder 2 Tropfen. Ich habe eine passende Fotoschale genommen. Mit Kindern aber auch einfach einen Eimer mit Wasser.


    Das reduziert die Entwicklungszeit drastisch. Von 15...30 Minuten auf wenige Sekunden, anschließend noch weiter wässern.

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    Man könnte auch Negative verwenden, aber Photogramme sind für Kinder viel anschaulicher.

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    Noch ein Beispiel. Hier nass abfotografiert.

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    Mit Blumen

  • Noch ein Hinweis: Im Schatten arbeiten, jedes Sonnenlicht belichtet, wenn im Schatten auch langsam.

    Am besten ein Innenraum oder Schatten unter einem Baum.

    Fotopapier nicht im Licht liegen lassen.

    Kurze Zeit schadet nicht, es wird bläulich, aber man erreicht trotzdem Kontraste.

  • Entwickeln und Fixieren ist ein einziger Prozess. Wasser ist sozusagen Fixierentwickler. Wasserstoffperoxid ist optional und wirkt als Beschleuniger.

    Also: Nach dem Entwickeln ist es nicht mehr lichtempfindlich. Es ist das Prinzip der Blaupause.

    PS: Die Grundstoffe sind vor dem Belichten wasserlöslich. Sie werden während des Entwickelns herausgelöst. Man sollte also das Wasser eher nicht mehr trinken.

  • Das habe ich noch nicht probiert.

    Ich kann es aber mal versuchen.

    Mit Lochkamera gab es versuche, die sind leider gescheitert. Nach 4 Wochen war ein Bild zu sehen, aber beim Entwickeln wurde es abgewaschen. Zu gering.

    Wie könnte man das berechnen?

    Ohne Objektiv Blende 1 (?) - 5 Minuten. Stimmt das? (Glasverluste kann man später dazunehmen.)

    Dazu sollte ein Objektiv, das nicht zu viel schluckt, also Meniskus oder Periskop oder Achromat.

    Das erlaubt vielleicht eine Blendenöffnung zwischen 6 und 11, es kommt ja nicht auf maximale Schärfe an.

    Verdopplung der Blende entspricht vierfache Zeit.

    Also: Blende 2 20 Minuten, Blende 4 80 Minuten

    Blende 6 160 Minuten

    Blende 8 320 Minuten - ca. 6 h.

    Das dürfte noch handhabbar sein.

    Wegen der Verluste von Glas könnte man eine Stufe zugeben. Aber ich habe viel unter Glas gelegt, der Einfluss war da, aber nicht rießig.

    Kritischer dürfte sein, dass Schatten stark wirken, man muss also helle Teile dabei haben.

    Die Sonne bewegt sich, also gibt das auch Effekte.

    Ich werde es mal erproben.

    Viele Grüße von Bernd

    PS: Die Rechnung soll nur die Größenordnung schätzen. Es ist unterhalb der Solarografie.

  • Das werden wir auch ausprobieren, genügend sonnige Tage sollten ja kommen. Wasserstoffperoxid habe ich in Konzentrationen von ~3% bis hin zu ~12% gesehen, meist ist die Konzentration um die 3..4%. Ich vermute, dass das auch reicht.

    VG, Heiko

  • Das reicht. Man braucht nur wenige Tropfen. Ich habe 2 Tropfen 12%es auf 0,5 l Wasser genommen.

    PS: Ich habe gerade gelesen:

    Wenn man kein Wasserstoffperoxid hat und die Färbung nicht dunkel genug wird, kann man auch etwas Essig zugeben ins Wasser. Ca. 1 Esslöffel auf 1 Liter.

    Das geht wahrscheinlich auch bei Unterbelichtung.