Lochkamera aus einer Pouva Start

  • Eine Lochkamera fehlte mir bisher noch in meiner Ausrüstung. Ich habe dafür eine Pouva Start aus meiner Sammlung kannibalisiert. Die ist ganz gut für einen Umbau geeignet. Der Schraubtubus lässt sich mit einer feinen Metallsäge auf die nötige Länge kürzen. Den Verschluss habe ich soweit reduziert, dass er sich über den normalen Auslöser und damit auch mit einem Drahtauslöser weiterverwenden lässt. Ein Problem war das Loch. Ich habe dafür eine Verschlusslamelle verwendet. Das Stahlblech ist nur 0,05 mm dick. Vorgehensweise: Mit einer Nadel vorsichtig ein kleines Loch einschlagen, Grat mit einer feinen Diamantfeile abtragen, dann mit Gefühl die Nadel im Loch drehen, wieder feilen. Unter dem Mikroskop zeigte sich, dass das Loch wirklich kreisrund wird. Durchmesser etwa 0,2 Millimeter. Entspricht bei einer Brennweite von reichlich 30 Millimetern etwa der Lichtstärke von 1:170.

    Ein Problem zeigte sich aber beim Ableuchten mit der Taschenlampe. Die Frontplatte ließ gleich an mehreren Stellen Licht durch. Die Lösung: Abschottung innen durch ein Stück passgenau zugeschnittenen Alublechs, totschwarz abgeklebt. Einen ersten Probefilm habe ich belichtet. Die Bildqualität ist überraschend gut. Die Vignettierung ist geringer, als ich dachte. Mehr Bilder gibt es später.

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