Cyanotypie auf ADOX Art Baryta - geht das?

  • Hallo zusammen,

    ich wollte mal fragen, ob man Cyanotypie (egal ob klassisches oder neues Verfahren) auf dem ADOX Art Baryta Papier gut verwenden kann?

    Warum? Das Papier kostet weniger als beispielsweise HAHNEMÜHLE Platinum Rag und eignet sich gut für den Auftrag von normalen schwarz-weiß Emulsionen, wäre daher ja ein interessanter Kandidat. Ich mach nicht so viel mit den alternativen Prozessen und würde am liebsten vermeiden für jede Emulsion noch unterschiedliche Papiere zu lagern.

    Danke und viele Grüße

    Sebastian

  • SolarFast ist ähnlich wie InkoDye.
    Die unbelichtete Emulsion muss komplett ausgewaschen werden. Und das ist bei Fotopapier nicht ganz so leicht.
    Bei Inkodye gibt es dafür eine Spezialseifenlösung.

  • Hier habe ich Bildbeispiele gefunden: https://joesfilmphotoadv.wordpress.com/2015/03/13/cyanotype-on-baryta/
    Allerdings ist die Seite Englisch.

    Zitiert von: CYANOTYPE ON BARYTA

    Posted on March 13, 2015 by joecrafted

    Zitat

    ... Für diesen Abzug habe ich mich für ein 4×5-Negativ entschieden, das ich mit meiner Kodak Empire State No. 2 aufgenommen habe. Als Unterlage habe ich Adox Art Baryta verwendet und mit einem Glasstab aufgetragen. Diese Technik erfordert definitiv einige Übung, und ich arbeite immer noch daran, einen schönen, gleichmäßigen Emulsionsfilm zu erhalten. Dieses Papier scheint sich schlimmer zu kräuseln als jedes andere Fotopapier, das ich kenne. Ich musste es in den Ecken mit Malerband fixieren. (DeepL-Übersetzung, leicht korrigiert) ...

    Das Bild kann ich hier nicht bringen, weil ich die rechtlichen Bestimmungen nicht

  • Hallo Bernd,

    das sieht doch vielversprechend aus. Ich warte darauf, dass Fotoimpex mir meine Box liefert (40x50 cm ist derzeit nicht auf Lager) und sobald ich dazu gekommen bin, werde ich hier auch mal meine Erfahrung schildern.

    Sebastian

  • Ich habe mit dem Adox Art Baryta und wässrigen Emulsionen wie Cyanotypie, Van Dyke Brown etc. leider keine guten Erfahrungen gemacht. Das Papier bzw. die Beschichtung ist viel zu wenig saugfähig, und nimmt die Emulsion kaum auf. Man bekommt nur sehr schwer überhaupt eine ausreichende und gleichmäßige Benetzung hin. Auch die Maximaldichte lässt dann im Vergleich zu gutem Aquarellpapier o.Ä. sehr zu Wünschen übrig.

    Die Bildbeispiele aus dem Link oben zeigen das ziemlich deutlich.

    Wenn ich ein möglichst glattes, reinweißes Papier für diese Verfahren möchte, nehme ich sog. Bristolkarton.

    In meinen Augen ist das Art Baryta sehr gut für Gelatine-Emulsionen oder Albumen geeignet, für Cyano etc. eher nicht.

    Gruß,
    Matthias

  • Hallo Matthias,

    ich warte leider immer noch auf mein Papier, konnte also bisher keine eigenen Versuche machen. Aber was du schreibst klingt nachvollziehbar. Hast du das Papier zufällig schonmal mit Gelatine-Emulsionen ausprobiert? Und wie hast du die Cyanotypie denn aufgetragen? Mit einem Pinsel oder mit so Glasstangen?

    Viele Grüße

    Sebastian

  • Gelatine und Albumen, ja. Das geht recht gut. Aber normales Papier lässt sich trotzdem leichter beschichten.

    Ich habe normale Pinsel, Schaumstoffpinsel und Glasstäbe probiert, hal alles nicht so wirklich gut funktioniert. Evtl. hätte ein Tropfen Netzmittel geholfen, das hab ich aber nicht versucht.

    Es bleibt aber das Problem, dass das Papier so gut wie garnicht saugt, daher werden wässrige Emulsionen nicht aufgenommen und bilden nur eine sehr dünne Schicht, die zu geringen Dichten führt.

    Gruß,
    Matthias