Warum ich mit Pentacon Six und Bronica fotografiere...

  • Das in den meinem letzten nach meinem nachfolgenden Beiträgen (kann man das überhaupt so schreiben??? - :D ) Gesagte deckt sich voll mit meinen ersten Erfahrungen. Der belichtete Film sieht auch mit langweiligen Motiven prächtig aus! Scharfe, kontrastreiche Fotos. Das MC Biometar ist schon eine schöne Optik. Die Qualität reicht mehr als aus. Den großen Rest macht allein der Fotograf durch Gestaltung, Ausbelichtung und Ausarbeitung bis zum Positiv an der Wand. Tolle Kamera!

  • Die S2A hat suboptimalen Fokussierer, welche manchmal unschönes Spiel haben. Der Spiegelschlag ist wohl gefühlt der lauteste überhaupt. Im Laufe der Jahre MUSS die Mattscheibenauflage UND die Spiegelauflage erneuert werden.

    Was aber toll ist, die Zeiten laufen selbst nach Jahrzehnten noch plausibel.

    Das stimmt mit der Auflage. Das war bei meiner auch der Fall. Das lässt sich aber mit etwas Geschick selbst machen.

    Ich bin noch unzufrieden mit der relativ dunklen Mattscheibe. Es soll da wohl Alternativen geben. Aber nicht ganz günstig und nur als Import aus den USA.

    Viele Grüße

    Thomas

  • Nachdem jetzt zum Thema Pentacon Six lange nichts mehr geschrieben wurde, nehme ich den heutigen Tag und den Umstand noch ein weiteres Objektiv für meine Kamera erstanden zu haben zum Anlass um endlich mal ein Bild von meinen Pentacon-Gerätschaften zu zeigen. Allerdings bitte ich um Entschuldigung, dass ich kein schön arrangiertes Foto gemacht habe wie es einem Fotoforum gerecht wäre ….


    IMG_5904.jpeg


    Ja, das ist meine P6 TL. Mit Biometar 80mm, dem Sonnar 180mm nebst Köcher und der neuwertigen Kameratasche. Hinzu kommt noch ein Sonnar MC 300mm. Ein Flektogon kommt natürlich auch noch dazu.


    Alles in allem eine schöne Kamera. Ich habe allerdings doch noch eine gewartete gekauft, die praktisch fehlerfrei läuft (leicht unterschiedliche Bildabstände gibt es, aber keine Überlappungen).

    Hier mal noch ein Beispielfoto out of the box mit dem Sonnar:


    IMG_5907.jpg


    Ich meine was will ich mehr? *green*

  • Hallo Mathias,

    schöner Beitrag, für mich.

    Ich möchte dir hier gern zwei Objektive empfehlen.

    Meine Objektivempfehlung für deine Kamera wäre das Flektogon 4/50 (mit das schärfste Objektiv im Mittelformat, dass ich je hatte)

    und das Biometrar 2,8/120 (als Normalobjektiversatz mit der Konzentration auf die wesentlichere Bildaussage)

    Mein 180er habe ich wieder verkauft, weil mir zu schwer und zu weich nur für weiche Portraits geeignet, dafür habe ich das 250er Jupiter

    angeschafft, längere Brennweite, schärfer und leichter als das 180er.

    Soviel jetzt zu meinen Gedanken.

    Grüße

    Ralf

  • Danke für Deine Anmerkungen, Ralf. Das Flektogon habe ich ja bereits auf meiner Liste. Hier warte ich noch auf eine passende Gelegenheit. Das es so gut in der Schärfe ist wusste ich nicht. Interessant.

    Vom 180er bin ich bisher eigentlich schon begeistert. Wie man am obigen Beispielbild sieht ist es doch nicht schlecht. Das habe ich übrigens freihändig geschossen - ich mag es beim Fotografieren etwas in der Hand zu haben. Die 6000er Rolleiwürfel oder die Pentax 67 (Da muss ich andernorts noch berichten) sind ja doch auch ganz schöne Granaten.

    Ich denke früher oder später werden es ohnehin ALLE werden. Sie kosten ja vergleichsweise wenig, erst recht wenn man deren Qualität betrachtet. Es wird auf jeden Fall interessant.

    Ach und noch etwas - jetzt an alle Pentacon Six Freunde gerichtet - wie ist das mit 220er Film? Muss ich da wirklich nichts umstellen? Einfach nur durchfotografieren? Ich habe mir die Tage gerade einen 100er Fomapan eingelegt ...


    Grüße,

    Mathias

  • Das Biometar 120mm und das Flektogon kann ich auch sehr empfehlen.

    Beim 180er stört mich die kürzeste Einstellentfernung von 1,70m. Bei Porträts ist das grenzwertig und da empfiehlt sich schon der kleine Zwischenring.

    Die Bildqualität ist aber eine Wucht, ich hatte mit nur einem entfesselten Blitz auf Kentmere 100 Porträts gemacht. Die sind schön scharf geworden ohne gleich unangenehm hart zu werden, trotz des kontrastreichen Lichts.

    Danke für den Tipp mit dem Jupiter. Das hatte ich noch nicht auf dem Schirm.

    Edit: 3,50m kürzeste Einstellentfernung hat das Jupiter. Sehr schade.

    IMG_20240325_224948211.jpg

    IMG_20240325_224932145.jpg

    Aus dem Digitalalter bin ich raus.

  • Natürlich auch ein guter Punkt über die Naheinstellgrenze zu reden. Für mich gibt ’s da allerdings wenig Probleme, da ich kaum bis keine Portraits mache. Bei mir sind Motive eher im Bereich Landschaft und Eisenbahn im Fokus. Ich bin aber ehrlich - Portraits sind vielleicht nicht mein Ding weil ich mich bisher zu wenig damit befasst habe. Und das Flektogon wird dann wohl als nächstes drankommen wenn es bereits zweimal empfohlen wurde.

  • ...

    Ach und noch etwas - jetzt an alle Pentacon Six Freunde gerichtet - wie ist das mit 220er Film? Muss ich da wirklich nichts umstellen? Einfach nur durchfotografieren? Ich habe mir die Tage gerade einen 100er Fomapan eingelegt ...


    Grüße,

    Mathias

    Du kannst 220er Film ohne weitere Umstelllungen in der Pentacon Six verwenden. Beim Filmtransport musst du lediglich den kleinen Hebel am Filmtransporthebel betätigen, um den Film über das 12te Bild hinaus zu transportieren.

    Dieses Bild, das ich hier schon mal gezeigt hatte, wurde mit einer Pentacon Six und dem 180mm Freihand aufgenommen. Geht also.

    53453552786_0caf0d7514_w.jpg

    grüssse uwe

    Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen Schatten.

    Karl Kraus

    BILDER SCHAUEN?

  • Mein Reden Uwe. Wie schon gesagt hsbe ich das Steinkreuz ebenfalls mit dem Sonnar aufgenommen. Ich finde das 180er topp! Und danke für die Infos zum 220er Film 👍🏻

  • Wollte grade einen Thread zu dem Thema aufmachen... jetzt seh ich da gibts ja schon was! Danke dafür!

    Steige grade auch ins Universum der Pentacon six ein und habe mir in Tschechien bei Foto optika Jan Pazdera (eine Empfehlung von hier! Und wirklich ein toller Laden in Prag!!!) das 180er gekauft... für schlappe 4200 nein, nicht Euro... Kronen! ;) Tagesaktuell umgerechnet für etwa 170€. Für Objektiv mit Köcher, Streulichtblende, zwei Deckeln, in der MC Variante und im absolut perfekten Zustand, finde ich das gerade für ein Fachgeschäft absolut in Ordnung!

    Beim 180er stört mich die kürzeste Einstellentfernung von 1,70m. Bei Porträts ist das grenzwertig und da empfiehlt sich schon der kleine Zwischenring.

    Genau das habe ich jetzt auch festgestellt! Vorallem, da der Kopf beim Portrait, dann nicht größer als ein Formatfüllendes Kleinbild wird... und für das bisschen Umfeld drumrum hab ich keine Lust den Prügel rumzuschleppen. Daher meine Frage: Wie ist das mit den Zwischenringen? Meines Wissens muss man da etwas an Licht zugeben... woher weiß ich wie viel? Ich messe nicht TTL, da ich bisher kein halbwegs preiswertes Prisma finden konnte... die sind ja teilweise teurer als die Kamera?! Gibts da irgendwelche Faktoren oder Faustregeln wie viel mehr Licht man braucht oder ist das vernachlässigbar?

    Kameras aus Dresden.
    Filme aus Wolfen.
    Freude am Bild.

  • Tube exposures with the Pentacon Six

    Bitte beachten, dass der richtige Verlängerungfaktor auch noch vom Objektivauszug abhängt. Einfacher und besser: TTL messen.

    Wissenschaftlichkeit: Das heißt zu wissen, was man weiß und was man nicht weiß. Unwissenschaftlich ist alles totale Wissen, als ob man im Ganzen Bescheid wüsste. (Karl Jaspers)

  • So jetzt hab ich mir doch glatt den ganzen Thread durchgelesen... nicht, dass ich hier noch ne blöde Frage stelle, die längst beantwortet wurde.

    Meine Pentacon six ist im optisch perfekten Zustand. Lediglich die Zeiten laufen nicht richtig... Abweichung ziemlich genau zwei Blenden. Ich kann sie daher trotzdem verwenden. Die 125stel bleibt immer offen, außer sie lag für ne halb Stunde in der Sonne.

    Ist es für die Mechanik schädlich sie in diesem Zustand zu verwenden? Ich würde ihr ja schon gerne ne CLA gönnen, aber da muss man ja offenbar mit ca. 300€ rechnen? Und dann noch so lange auf die Kamera verzichten, wo ich sie doch grade so liebgewonnen habe...

    https://www.pentaconsix.com/tubefctrs.htm

    Bitte beachten, dass der richtige Verlängerungfaktor auch noch vom Objektivauszug abhängt. Einfacher und besser: TTL messen.

    Danke!!! <3

    Kameras aus Dresden.
    Filme aus Wolfen.
    Freude am Bild.

  • Auf längere Sicht wirst Du deiner Tante Six wohl doch etwas Pflege zukommen lassen müssen. Vielleicht in Görlitz.

    Das hier habe ich gefunden:

    Verlaengerungsfaktor, was ist das?
    Erklärungen zum Stichwort 'Verlaengerungsfaktor' - im Stichwortverzeichnis des kostenlosen 'Fotolehrgang im Internet' von Tom! Striewisch
    www.fotolehrgang.de

    Viele Grüße

    Thomas