Handhabung Planfilm - Einlegen und Entwickeln

  • Hallo an alle die hiermit Erfahrungen haben,

    wie legt ihr eure Planfilme in die Kassetten bzw. Entwicklungsdosen ein?

    Im Wechselsack, in der Dunkelkammer?

    Der Hintergrund meiner Frage ist folgender:

    Ich bin mit meinen Ergebnissen mit Planfilm (in diesem Fall 9x12) nicht gänzlich zufrieden.

    Ich lege die Blätter im Wechselsack (in Ermangelung eines völlig abgedunkelten Raumes) in die Kassetten und nach der Belichtung wieder im Wechselsack von den Kassetten in die Entwicklungsdose ein.

    Auf den Negativen sind dann immer wieder Staub und Flusen.

    Habt ihr auch diese Problem(chen)e?

    Wie verfahrt ihr?

    Besten Dank schonmal.

    VG

    Holger

  • Ich mache das ganze Prozedere auch im Wechselsack. Manchmal auch über einen Umweg über eine Filmschachtel, wenn ich unterwegs neuen Film einlege. Hatte noch nie Probleme mit Staub, Flusen oder Fingerabdrücken.

  • Vielen Dank schonmal.

    Fingerabdrücke hatte ich bislang auch nicht aber eben Fusseln und Staub.

    Mag natürlich auch sein, daß mein Wechselsack langsam ins Alter kommt (45 Jahre hat der mindestens auf dem Buckel).

    Ich bin auf weitere Meldungen gespannt.

    VG

    Holger

  • Ich mache das auch im Wechselsack - Probleme hatte ich damit noch nicht.

    Bei vielen verschiedenen Filmen ist mir da noch nichts aufgefallen.

    Hast Du es mal in einem Dunkelraum versucht (weitgehend abdunkeln, Nachts und schnell arbeiten reicht für einen Versuch)

    ob da das Problem auch besteht?

    Alternativ kannst Du den Wechseldack "umdrehen" = das Innere nach außen kehren und mit einem Staubsauger eine Säuberungsaktion durchführen.

    Wenn das Problem dann noch besteht, ist evtl. ein neuer Wechselsack nicht verkehrt.

  • Danke auch Dir...das "Umdrehen" habe ich schon gemacht; "Abfaserungen" des Stoffs sind mir auch nicht direkt aufgefallen...komischerweise kann ich die Probleme bei KB und MF auch nicht erkennen - ich möchte aber nicht davon ausgehen, daß (in diesem Fall Foma) der Filmhersteller geschlampt hat...gewöhnlicherweise suche ich die Fehler erstmal bei mir...

    VG

    Holger

  • Verwende einen (habe mehrere) großen (70*100 ca) Wechselsack. Passt auch ne Expert 3010 rein.

    Hab mit Staub/Fussel eher keine Probleme gehabt. Fingertapsen nicht mehr seit Verwenduing von Nitrilhandschuhen. Besondern beim Laden der Kassetten.

    Meine Meinung dazu.

    Gruß Dieter

  • Ich sehe schon - 2:0, nein, 3:0 gegen meine "Wechselsacktheorie"...ich habe tatsächlich gedacht, ihr legt überwiegend in der Dunkelkammer ein.

    Gut, daß man mal drüber redet...

    VG

    Holger

  • Ja, Holger;

    tatsächlich gehöre ich zu den "Letzteren"! - Auch wenn ich selbst einen Wechselsack habe, lege ich Planfilme eigentlich IMMER im völlig lichtdichten Keller, der Dunkelkammer, ein - und so auch in die reels zum Entwickeln.

    Wer über diese Möglichkeit verfügt, nimmt - so meine These - wohl kaum noch einen Wechselsack; denn gerade beim Einlegen der Planfilme in die reels sind Ruhe und "Fingerspitzengefühl" gefragt!


    Dir jedenfalls ganz viel Geduld und ganz viel Glück damit!!!

    Jan-Peter

  • Ad Harald:

    Jetzt weiß ich nicht, wen Du meinst. Für meinen Part allerdings möchte ich mich von einer gewissen Grund-Klaustrophobie nicht ganz freisprechen; ich benötige immer etwas "Freiraum". -

    Den Wechselsack habe ich zwei oder dreimal verwendet, aber nur mal in Notfällen auf Reisen, wenn sich nun gar kewin Raum abdunkeln lässt.

    Jan-Peter

  • Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht - stimmt natürlich - ist der Samt zwar noch dicht so kann er natürlich nach 100 Jahren auch fusseln...das schaue ich mir mal an.

    Nebenbei - mindestens zwei (Dia-) Aufnahmen lasse ich entwickeln...da sollte das Phänomen ja auch zu sehen sein...

    Vielen Dank für eure Anmerkungen!

    VG

    Holger

  • Es ist nicht unwichtig die Filmkassetten auszublasen, in den Ecken und Kanten sitzt gerne der Staub und die Flusen.

    Wenn der Schieber gezogen wird werden diese dann herumgewirbelt und landen meist auf dem Film.

    Nicht unterschätzen darf man das sich auch im Innern der Balgen Staub ansammelt. Hier kann es ebenfalls sein das dieser Staub sich beim Ziehen des Schiebers vor der Aufnahme auf das Filmblatt legt.

    Besonders empfindlich ist das Ganze bei den größeren Formaten. Denke dass das auch mit der statischen Ausladung zu tun hat wenn die großen Schieber hin und her geschoben werden. Da wird Staub wie von Geisterhand angezogen.

    Habt ihr andere Erfahrungen?

    Jedenfalls habe ich auf meinen 18x24 oder 8x10" Blättern häufiger weiße Stellen von Staub und Flusen die dann logischer Weise während der Belichtung auf dem Film lagen.

    Seitdem ich penibel die Kassetten vor dem Beladen entstaube hat sich das extrem reduziert.

    Unsere Ruinen werden nicht so schön sein wie die vergangener Kulturen

  • Druckluft vorher, mit Kamelhaarpinsel (nicht teuer, sinnvolle Investition) die Kassetten und die Schieber abpinseln, ggf. Handschuhe tragen, und vielleicht einfach einen frischen Wechselsack kaufen. Staub bekommt man nicht völlig weg, aufgrund der geringen Vergrösserung fällt das manchmal zum Glück auch garnicht auf, ansonsten ist etwas nachträgliche Retusche eigentlich normal. Wenn man vorher alles richtig gemacht hat, kann man auch leicht die wenigen ggf. verbleibenden Staubkörner auf dem Print wegmalen, mit Photoshop ist es sowieso kein Problem.

    Wissenschaftlichkeit: Das heißt zu wissen, was man weiß und was man nicht weiß. Unwissenschaftlich ist alles totale Wissen, als ob man im Ganzen Bescheid wüsste. (Karl Jaspers)

  • Ich mache gute Erfahrungen mit dem Calumet Wechselzelt. Mein geliebter Wechselsack aus Baumwolle wird nur für Rollfilme benutzt.

    Am liebsten ist es mir jedoch in der Freiheit der Dunkelkammer.

    Grüße

    Thomas