• Hallo miteinander

    Meines Erachtens treibt das Gear Acquisition Syndrome (GAS) hier im Forum gerade wilde Blüten. Daher meine Warnung an mögliche Betroffene: Hier gar nicht erst reinschauen.

    Der slowenische Kamerabauer Ondu - in erster Linie spezialisiert hölzerne Lochkameras - hat dieses Jahr seine erste Grossformatkamera auf den Markt gebracht:

    ONDU EIKAN 4x5" Standard
    Overview Imagine a camera that grows with you. The EIKAN is the realization of that concept. For years, I had been envisioning a design for a large format…
    ondupinhole.com

    Da diese Kamera hier noch nicht vorgestellt worden ist, mache ich das jetzt mal. Grossformat ist für mich aktuell zwar kein Thema. Aber es wird es ja vielleicht mal...

    Wie denkt ihr so über diese neue Kamera?

    Gruss (helvetisch - ohne Eszett ;) )

    Michael

  • Mein erster Gedanke: Ein weiterer Hersteller, der aus etwas Holz und Metall einen verstellbaren und ansehnlichen Halter für nur auf dem Gebrauchtmarkt erhältliche Verschlüsse, Kassetten und Objektive anbietet und dies dann "Kamera" nennt.

  • Wie denkt ihr so über diese neue Kamera?

    Ich finde die Kamera interessant.

    Der Preis ist attraktiv, die Kamera sieht gut aus und scheint aus einem sinnvollen Materialmix gefertigt und ordentlich verarbeitet zu sein.

    Man müsste aber mal sehen, wie stabil die nur an den Ecken verschraubte Bildstandartenbefestigung ist.

    Die Informationen auf der Herstellerseite sind extrem spärlich, falls ich da nichts übersehen habe. Ein paar nette Bilder, das wars. So würde ich gern wissen, ob und wie sie sich zusammenklappen bzw. -fahren lässt. So, wie die Chamonix N1? Da wären dann aber zwei Schrauben zu lösen. Dass die Frontstandarte dann nur noch am wabbeligen Balgen hängt, hat mir noch nie gefallen. Ähnliches gilt z.B. für den Rechts/Links-Tilt der Frontstandarte. Muss man dazu eine der beiden Schrauben herausdrehen, die man dann in der Hand hält? Die verbleibende ist dann aber nicht zentrisch ... Interessant wäre auch, ob sich Linhof-Style Objektivplatten einsetzen lassen, oder ob hier wieder ein neuer Standard kreiert wird. Das kann ein Thema sein, wenn man die Objektive an verschiedenen Kameras verwendet. Am Rückteil scheinen sich Hebelgriffe zu befinden, um wie bei der Sinar den Mattscheibenrahmen beidhändig gegen die Federkraft geschmeidig abzuspreizen. Das wäre allerdings mal ein echter Mehrwert.

    Ich bin gespannt, ob man hier in Kürze noch Weiteres erfahren wird oder ob die Kamera sang- und klanglos wieder von der Bühne verschwindet.

    Grüße, Klaus

  • Mein erster Gedanke: Ein weiterer Hersteller, der aus etwas Holz und Metall einen verstellbaren und ansehnlichen Halter für nur auf dem Gebrauchtmarkt erhältliche Verschlüsse, Kassetten und Objektive anbietet und dies dann "Kamera" nennt.

    Stellte der Hersteller eigene Verschlüsse und Objektive her, wäre dies vermutlich einigen Menschen auch wieder nicht recht.

    Ich kannte den Hersteller nicht und finde die Produkte alle sehr interessant.

  • Geld ist das schon wenn auch im Verhältnis sicher angemessen.

    Schön finde ich immer das von einem "Rotating Back" geschwärmt wird, tatsächlich muss es umgesteckt werden. So ändern sich die Details.

    Da ich keine Holzkameras mag kommt auch diese nicht in Frage für mich.

    Außerdem mag ich die Scharfstellung über eine Spindel nicht, es ist die zweitbilligste Lösung, gleich nach dem Verschieben.

    Trotzdem ist es immer zu begrüßen wenn es neue Kameras im analogen Bereich gibt.

    Wünschen wir ihnen viel Erfolg.

    Unsere Ruinen werden nicht so schön sein wie die vergangener Kulturen