Der Einstieg ins 4x5 Format

  • Aber wie bereits oben gesagt: Die Leute stellen das Ding auf den Acker, schieben die Front nach oben und machen ein Foto von einem Baum. Das schafft man auch ohne zu wissen, wie der doppelte Scheimpflug funktioniert.

    Da bin ich jetzt aber ganz bei Gerhard und erlaube mir zu sagen, dass solche Leute dann auch besser die Finger vom Großformat lassen. Wenn ich mich mit den vielfältigen Möglichkeiten einer solchen Kamera nicht auseinandersetzen will und den großen Kasten nur auf die Wiese zerre um bei anderen Eindruck zu erhaschen, habe ich komplett nicht verstanden was der Unfug soll. Überhaupt ist klar - das schrieb Gerhard auch - das Großformat nur Sinn macht wenn man selbst entwickelt. Eigentlich gehört da auch ein passender Vergrößerer dazu (ich spare selbst gerade dafür) um dann auch bei "Baum-auf-der-Wiese"-Bildern zu zeigen, dass Großformat doch mehr kann als Mittelformat. Un dalles noch auf den Nenner gebracht - wer für ein Foto keine Zeit hat ist beim Großformat raus.

  • Da bin ich jetzt aber ganz bei Gerhard und erlaube mir zu sagen, dass solche Leute dann auch besser die Finger vom Großformat lassen. Wenn ich mich mit den vielfältigen Möglichkeiten einer solchen Kamera nicht auseinandersetzen will und den großen Kasten nur auf die Wiese zerre um bei anderen Eindruck zu erhaschen, habe ich komplett nicht verstanden was der Unfug soll. Überhaupt ist klar - das schrieb Gerhard auch - das Großformat nur Sinn macht wenn man selbst entwickelt. Eigentlich gehört da auch ein passender Vergrößerer dazu (ich spare selbst gerade dafür) um dann auch bei "Baum-auf-der-Wiese"-Bildern zu zeigen, dass Großformat doch mehr kann als Mittelformat. Un dalles noch auf den Nenner gebracht - wer für ein Foto keine Zeit hat ist beim Großformat raus.

    Da schau ich mir lieber ein vielleicht nicht perfektes Baumfoto an, als gar kein Foto. Irgendwie fällt mir leider sehr oft auf, dass bei diversen profesionellen Fotografen, meist nur Kamera und Laborfotos zu sehen sind und kein einziges perfekt belichtet und entwickeltes Foto:)

    Ich finde damit wollen die Leute Aufmerksamkeit erhaschen, " wow du hast ja eine tolle Kamera und einen riesigen 18x24cm Vergrößerer". Keiner der seine GF auf ein Feld schleppt um einen Baum zu fotografieren möchte Aufmerksamkeit erhaschen. Von wem auch;) die wollen einfach mal ausbrechen aus der hektischen Zeit unter einem Dunkeltuch verschwinden und einfach entspannen und mit etwas Glück und irgendwann Übung, dass ein oder andere tolle Bild machen.

  • Da bin ich jetzt aber ganz bei Gerhard und erlaube mir zu sagen, dass solche Leute dann auch besser die Finger vom Großformat lassen.

    Warum? Es geht doch nicht darum möglichst viel "Voodoo" zu machen sondern darum ein Bild zu bekommen was passt. Wenn ich einen Baum auf einer Wiese fotografiere brauche ich vielleicht nicht mehr als eine Hochverstellung. Diese ganzen komplexen Tabletopgeschichten macht doch heute kaum noch jemand.

  • Für mich macht es keinen Sinn solch umständliches Gerät zu nutzen um am Ende nichts anderes zu tun als ein großes Negativ zu produzieren. Großformat hat etwas mit Perfektion zu tun. Es macht doch erst dann einen Sinn wenn ich wenigstens die Dehnung der Tiefenschärfe nutze - wenigstens. Das ist doch gerade der Reiz daran. Wenn ich davon spreche, dass Leute damit die Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollen, dann sicher nicht der mit dem Baum auf der Wiese. Das passiert dann wohl eher in der Stadt - das kam dann falsch von mir rüber. Das vorher Gesagte ist aber trotzdem meine Meinung von der ich auch nicht weiche. Das wer anders drüber denkt ist in Ordnung, es soll doch jeder machen wie er denkt.

  • Da fehlt die Hälfte vom Satz. Aber gut - ich bin raus aus dem Wortverdrehstudio.

    Sorry. Es war mir nicht bewußt deinen Satz verdreht zu haben. Ich fotografiere gerne analog und auch im GF weil mir der Umgang mit den alten Geräten Spaß macht. Wenn ich mit der GF fotografiere, muß ich nicht zwangsläufig die Verstellmöglichkeiten nutzen. Das große Negativ mit seiner im Vergleich zum KB und zum MF enormen Auflösung entschädigt für den größeren Aufwand den dieses Format mit sich bringt.

  • Das vorher Gesagte ist aber trotzdem meine Meinung von der ich auch nicht weiche. Das wer anders drüber denkt ist in Ordnung, es soll doch jeder machen wie er denkt.

    Meinetwegen. Ich bin da nur eingestiegen weil Du weiter oben definiert hast, wer nun Deiner Meinung nach das Großformat nicht benutzen sollte:

    dass solche Leute dann auch besser die Finger vom Großformat lassen.

    Klingt nicht so, dass jeder machen soll was er denkt. Solche dogmatischen Diskussionen gab es schon im GF-Forum zu genüge. Ohne Scheimpflug gabs da von manch einem keine Absolution.

    Wenn man sich mal anschaut was da draußen so produziert wird, dann sieht man dass es genug junge/neue Fotografen gibt, die einfach nur gute Bilder im Grossformat machen. Weiss nicht, ob das jetzt unbedingt immer nur um Aufmerksamkeit geht.

    Oder nur als Beispiel Stephen Shore, die Bilder im Großformat sind anders als die KB Bilder. Und das hat nichts mit kapriziösen Schärfedehnugen zu tun.

  • Ich fotografiere seit über 20 Jahren mit GF-Kameras und habe die Schärfeverlagerung nach Schleimpflug mal ausprobiert, aber für meine Fotografie nicht als notwendig befunden. Shiften ist für mich wichtig und der Schärfe-Unschärfeverlauf des großen Formats, der sich erheblich von kleineren Formaten unterscheidet.

    Im Nahbereich ist Schleimpflug bestimmt manchmal wichtig, für Standardaufnahmen für mich unerheblich.

    “I photograph to see what the world looks like in photographs.”

    Gary Winogrand

  • Irgendwann mal ne Großformat beschafft. Und dann mit angefangen.

    Auflösungstechnisch zwischen Kleinbild, 120er Mittelformat und 4*5" Großformat kommt man drauf "Größer ist Besser"

    Und "swing/tilt" brauch ich eher bei Tabletop als aufm Feldweg. Naja. Shift ist meist nötig oder soll.

    Und mehr Gedanken drum als bei Kleinbild....

    Ist letztendlich ne Kamera zum Bildermachen. Nur größer als ne Olympus XA ;)

    Gruß Dieter