Alternative zu D-76 für geringen Verbrauch

  • Mit dem Kodak D-76 komme ich sehr gut klar mit den Filmen 120 und 135, die ich benutze. Allerdings brauche ich wegen des geringen Durchsatzes trotz Verwendung von Stock mindestens 1 Jahr. Wird in Zukunft noch weniger, weil ich außer Farbnegativ verstärkt den XP2 benutze. Abgerauscht ist mir der Entwickler bisher noch nie, aber das kann ja noch kommen. Hättet Ihr einen Vorschlag für mich (aber nicht Rodinal!!)?

  • Ich nutze gerne den Jobo Alpha bzw. Wehner-Entwickler. Damit erziele ich ähnlich gute Ergebnisse wie mit XTOL / XT-3, aber er stirbt nicht einfach plötzlich und unerwartet.

  • Spontan käme mir die Idee, ID-11 in Pulverform zu beschaffen und dann jeweils mit einer präzisen Waage die für den Ansatz benötigte Teilmenge abzuwiegen. Dann hätte man das Problem mit dem Lagern der Flüssigkeit schon mal umschifft. Das erst mal nicht benötigte Pulver in guten Gefäßen sollte sich - vermute ich mal - länger halten als ein Flüssigkeits-Konzentrat?

  • Ich persönlich nutzte nie D76 sondern XTOL, das angeblich eine kürzere Haltbarkeit hat, man liest zwischen sechs und zwölf Monate und da 5 l von dem Zeug unter 20 EUR kosten, sah ich nie ein Problem darin, am Ende einigen ungenutzten Entwickler zu entsorgen. Früher hab ich DD-X genutzt, das war viel, viel teurer, selbst wenn ich nichts entsorgte.

    D76 gibt es soweilt ich weiß von Kodak im Gallonen-Gebinde, irgendwo so um die 3,8 l. Wenn dir das für die Lebensdauer zu viel ist gibt es doch auch 1-l-Gebinde. Nimm einfach Adox D76, kostet knapp 8 EUR für einen Liter oder 15 EUR für 5 Liter und die Formel ist exakt identisch, gleiche Ergebnisse bei gleicher Entwicklung.

    Ich habe mittlerweile auch kei XTOL mehr im Haus sondern das identische Adox XT-3. Billiger, gleichgut und vor allem: verfügbar.

  • Ich nutze gerne den Jobo Alpha bzw. Wehner-Entwickler

    Hallo Jochen, ich würde ebenfalls den Jobo Alpha empfehlen. Ich steige gerade ebenfalls um und bin sehr zufrieden. Mit dem Einmalansatz erzielt man auch konstante Ergebnisse.

    Am schwersten fällt es uns, das zu sehen, was wir vor Augen haben.   Johann Wolfgang von Goethe (1749—1832)

  • Spontan käme mir die Idee, ID-11 in Pulverform zu beschaffen und dann jeweils mit einer präzisen Waage die für den Ansatz benötigte Teilmenge abzuwiegen.

    Wird von abgeraten, weil sich die Pulver Bestandteile entmischen und man dann keine gleichmäßige verteilung mehr hat. Bin dadurch von ID-11 weg und wegen geringem Durchsatz daher bei HC-110 gelandet, billig, sparsam, ewig haltbar wie Rodinal und man kann genau seine Verbrauchsmenge abmessen und anmischen. Und mir gefallen die Ergebnisse gut.

  • JOBO Alpha/Wehner hat auch den schönen Vorteil, dass man die braunen Kunststoffflaschen zusammendrücken kann. Ich drücke nach jeder Nutzung die Luft aus der Flasche. Das hilft, den Entwickler frisch zu halten — dem ja ohnehin schon eine lange Haltbarkeit nachgesagt wird — und man spart sich Protektan oder Feuerzeuggas. Die Flaschen halten scheinbar auch wirklich dicht.

  • Nur mal so für's Verhältnis. Ein Liter D76 entwickelt als Einmalentwickler maximal 10 Filme bei 1+2, 6 bei 1+1 und 3 bei Verwendung der Stammlösung.

    Was für einen Durchsatz hast du denn? Bei unter 10 Filmen im Jahr würde ich mal drüber nachdenken, die Filme einfach im Labor abzugeben (notfalls einschicken, wenn nichts in der Nähe ist. DM macht übrigens mit Kentmere 100 und 400 auch noch ganz brauchbare S/W-Entwicklung).

  • Amaloco AM74


    Es ist ein Flüssigentwickler, den man entweder

    a) man mischt den Entwickler als Mehrfachentwickler an, dann ist er max. 3. Monate haltbar


    oder


    b) man mischt ihn als Einmalentwickler an, dann hat man jedes Mal einen frischen Entwickler


    Das angebrochene Konzentrat hält 6 Monate oder man deckt es mit Gas ab oder füllt es in kleine Flaschen ab. Also du kannst einmal kaufen und bist dann 1 Jahr versorgt.

  • Ich habe im Moment gerade den FX-39 II von Adox mit Ilford FP4+ und Kodak Tri-X testen dürfen. Ich seh da ehrlich gesagt keinen großen Unterschied zu den Negativen mit D76. Allerdings mag das auch eine sehr subjektive Wahrnehmung sein. Da mag ich mich nicht als Experte aufspielen.
    Jedenfalls stand die Flasche hier jetzt zwei Jahre rum und er funktioniert einwandfrei. 1+9 mischen und los geht's.

    Without deviation from the norm, progress is not possible. -- Frank Zappa

  • Ich benutze für meine hybride Verarbeitung sehr gern die Kombi Foma 200 + D-76 + Epson 700. Andere Filme auch aber nur nebenbei. Mit der Kombi bekomme ich die sattensten Schwärzen ohne für mich erkennbaren Verlust bei den Graustufen. Kann natürlich genau an der Kombi liegen. Mit einem anderen Scanner oder in der Duka mag das ganz anders aussehen. Ich kann andere Filme auch im Postprozessing nicht dahin bekommen, ganz abgesehen davon, dass es mir am liesten ist, nichts mehr an den Bildern machen zu MÜSSEN.

    Jetzt ist das ja sehr nett, dass Ihr mir Tipps gebt, aber bevor ich mir Chemie zulege, die verbraucht werden muss und ich ein paar TEstfilme mache, kippe ich doch lieber die Entwicklerreste weg. Sorry, dass ich Euch damit belästigt habe. Blöd ist nur, dass man erst nach der Entwicklung merkt, ober die Suppe noch ok war. Vielleicht prinzipiell nach 1 jahr wegkippen.

    Vielleicht kann Herr Czens von Arlüwa mir ja mal eine kleine Menge Sirup (HC110) zum Testen abfüllen. Für ihn kommt nichts anderes infrage, wenn ich das richtig verstanden habe.

  • Also wenn die Frage so ist

    D76 ist gesetzt, weil beste Erfahrung

    und

    muss mindestens 1 Jahr halten.


    Dann gibt es doch nur die Lösung

    2x im Jahr einen Liter D76 anzusetzten und nach einem halben Jahr die alte Brühe weggießen.

    Eine Tüte D76 Original von Kodak kostet 8,95 €, also müssen im Jahr 17,90 EUR investiert werden. Billiger wird es, wenn man nicht die Chemie von Kodak kauft, sondern von Adox oder Foma, die ja vergleichbar sein soll.


    Damit wäre das Problem gelöst. Man kann D76-Pulver auch für die nächsten Jahre im Voraus bestellen, dann hat man immer was auf Vorrat und spart Porto (es sei denn man wohnt in einer Stadt, in der es die guten und günstigen Fotohändler für analoge Fotografie gibt, wie bei mir in Hamburg).