Alternative zu D-76 für geringen Verbrauch

  • Ja, nach Tabelle hast du sie halt unterbelichtet.

    Nein, ganz sicher nicht! Nach 60 Jahren Selbstentwickeln weiß ich wirklich, wie ein unterbelichteter Film aussieht- Man sagt zwar, dass die Fomas die angegebene Empfindlichkeit nicht erreichen, aber in D-76 stock kann ich das nicht bestätigen. Jetzt nehme ich Amaloco und da ist das absolut zutreffend. Aber genau da sehe ich den Effekt nicht. Hat also nichts mit der Belichtung zu tuen.

  • Sorry, wenn ich mich hier nochmal einmische, aber ...

    ... Nach 60 Jahren Selbstentwickeln ...

    ... nach Datenblatt und "massive dev chart" warst Du bisher schon zufrieden, wenn auf dem Film was drauf war. Das ist fast unvermeidbar. Oder Du magst den Reporter-Look der 60er Jahre und hast den seitdem beibehalten (was ja auch okay ist).

    Ich möchte hier lediglich verhindern, dass Deine Methode ("Fummelei ist nicht mein Ding") von Anfängern als allgemeines Rezept verstanden wird.

    Gruß, Manfred

  • Ich weiß wirklich nicht, warum Du mir einen solchen Unsinn unterstellst.

    Weil das doch aus deinen eigenen Aussagen hervorgeht. Du willst einerseits „keine Fummelei“, also dich nicht mit den Parametern deiner Entwicklung befassen. Andererseits erreicht der Fomapan 200 sogar laut dem eigenen Datenblatt von Foma seine Empfindlichkeit in D76 nicht (egal wie lang die Entwicklungszeit wird, da sind selbst bei Gamma 1 nur knapp über 160/23° angegeben). Da sieht man auch, dass der Film in D76 (bzw. ID11, was das selbe ist) stock so schnell Kontrast aufbaut, dass man kaum auf einen normalen Kontrast (für Mischlicht/Scanner) kommt (Entwicklungszeiten lägen dann bei bei 3-4 Minuten).

    Es ist also ganz offensichtlich, dass du den Film unterbelichtest und überentwickelst wenn du bei Belichtung entsprechend 200/24° auf einen für dich brauchbaren Kontrast kommst. Das sieht man auch an deinen geposteten Bildbeispielen. Deine Beschreibung „die Schwärzen sind besonders schwarz" heißt ja nichts weiter, als dass du den Film gepusht hast: Die hellen Stellen im Negativ haben gegenüber den Lichtern (=geschwärzten Stellen im Negativ) zu wenig Deckung.

    Aber ist ja schön, wenn bei dir alles so pi-mal Daumen passt. Man muss darüber nicht weiter diskutieren, weil du offensichtlich nur deine eigene Intuition gelten lassen willst. Die ist aber nicht verallgemeinerbar oder quantifizierbar. Auch wenn mich natürlich interessieren würde nach welcher Maßgabe du jetzt entschieden hast, dass der Film in AM74 seine Empfindlichkeit nicht erreicht, wenn du ja nicht fummeln, also nicht messen oder irgendwie anders evaluieren willst.

  • Ich habe den Film mit Nennempfindlichkeit belichtet und nach Foma Datenblatt in D-76 entwickelt.

    Ich habe keine Idee, wie Ihr darauf kommt, dass ich an Belichtung oder Entwicklung irgendwas gemacht habe, um zu brauchbaren Negativen zu kommen. Das sind wohl nur Vermutungen, um Recht zu haben. Wo Du das aus meinen Beispielbildern ablesen willst https://pbase.com/buschkoeln/fomapan_200 ist mir schleierhaft.

    Mir ist auch schleierhaft, warum gerade ein Anfänger (erst mal) nicht nach den Herstellerangaben belichten und entwickeln soll. Weil das zu einfach ist?

    Aber das gleitet jetzt zu sehr ab. Lassen wir das lieber.

  • Ich habe den Film mit Nennempfindlichkeit belichtet und nach Foma Datenblatt in D-76 entwickelt.

    Ich habe keine Idee, wie Ihr darauf kommt, dass ich an Belichtung oder Entwicklung irgendwas gemacht habe, um zu brauchbaren Negativen zu kommen. Das sind wohl nur Vermutungen, um Recht zu haben. Wo Du das aus meinen Beispielbildern ablesen willst https://pbase.com/buschkoeln/fomapan_200 ist mir schleierhaft.

    Mir ist auch schleierhaft, warum gerade ein Anfänger (erst mal) nicht nach den Herstellerangaben belichten und entwickeln soll. Weil das zu einfach ist?

    Aber das gleitet jetzt zu sehr ab. Lassen wir das lieber.

    In genau dem Datenblatt ist ja angegeben, dass der Film seine Nennempfindlichkeit in D76 nicht erreicht und die angegebenen 5-6 Minuten Entwicklungszeit entsprechen laut dem Datenblatt einem Gamma von 0,9. D.h. der Film ist bei Nennempfindlichkeit unterbelichtet und überentwickelt. Aber das hab ich jetzt schon mehrmals geschrieben.

    In deinen Scans sieht man, dass die Schatten leer sind, die Lichter ausgefressen, Kontrast und Körnigkeit sind extrem. Die Kombination scheint bei Motiven, die im Schatten liegen dennoch gut zu funktionieren, weil der Motivkontrast dort entsprechend geringer ist.

    Die Zeiten im Datenblatt sollte man sogar als Ausgangspunkt nehmen, aber danach muss man eben Fummeln bis es passt. Und bei den sehr informativen Datenblättern von Foma sieht man direkt, dass deren angegebenen Zeiten und Empfindlichkeiten nicht so recht stimmen können.

  • Auch ich sehe von wenigen Ausnahmen abgesehen extreme Kontraste und zugelaufene Schatten, aus denen selbst hybrid mit digitaler Bildbearbeitung nichts herauszukitzeln war. Dafür gibt es nur einen Grund: Du magst es halt so, oder auf neudeutsch: It's not a bug, it's a feature.

    Solche Negative (gamma 0,9) könnte man übrigens auch mit Grad.00 nicht ohne große Tricksereien auf Fotopapier bringen. Man wird einem solchen Bild das Pushen immer ansehen. Eigentlich sollte Pushen ein Notbehelf im Randbereich der Fotografie bei wenig Licht sein.