Beiträge von Matthias Geiss

    Ich benutze ein Stück dicken Schaumstoff, dass mit leichtem Übermaß zur Fensternische zugeschnitten ist. Das kann ich dann einfach in die Nische klemmen.

    Der Vorteil ist, dass man keinerlei Befestigungsmaterial braucht und es in Sekundenschnelle an- und ab"montiert" ist. Nachteilig ist natürlich, dass es bei Nichtbenutzung mehr Platz wegnimmt als eine Folie, die man einfach zusammenrollen kann.

    Ob Acute Matte (D) bei Hassi oder nicht ist ein bisschen Geschmackssache. Auf der 503cw hatte ich erst die normale Acute Matte D, die zum Standard-Lieferumfang gehört. Die ist zwar schön hell, mir fällt das fokussieren aber auf den alten Mattscheiben etwas leichter, zumindest bei gutem Licht. Ich habe dann zum Glück günstig eine Acute Matte D mit Schnittbild und Mikroprismenring bekommen, damit geht es dann natürlich auch sehr gut.

    Unbedingt nötig finde ich die helleren Mattscheiben nicht.

    Das Problem ist, gerade bei den aktuellen Temperaturen, dass sich sofort Feuchtigkeit am Film bildet, wenn man ihn frisch aus dem TK und aus der Verpackung holt. Also lieber die ganze Rolle in der Packung auftauen lassen, dann konfektionieren und dann wieder einfrieren.

    Das schadet dem Film nicht.

    Es geht aber nicht um eure Genauigkeit sondern um die des TOs,,,

    Naja, aber selbst eine grobe Ungenauigkeit bei ansonsten funktionierendem Rodinal würde das Problem nicht erklären. Der TO hat Rodinal 1+25 genutzt. Selbst wenn er sich beim Abmessen des Konzentrats um 50% nach unten vertan hätte (also meinentwegen 5 statt 10ml benutzt) dann wäre er bei 1+50 rausgekommen und hätte trotzdem Negative bekommen, halt etwas unterentwickelt.

    Klar muss man generell bei den meisten Flüssigkonzentraten genau abmessen, aber sie deswegen als weniger anfängertauglich zu bezeichnen, finde ich nicht gerechtfertigt. Bzw. wenn das wirklich ein Problem wäre, wären die Foren voll mit Fragen wie "Wie kann ich mein Rodinal abmessen, bin am Verzweifeln" ;)

    Du kannst in meinen Augen beide fast austauschbar benutzen, die Filme sind sich viel ähnlicher, als Fans des jeweils anderen Films gerne behaupten. Bzw. sie können es sein, wenn man die Belichtung und Entwicklung dementsprechend eintestet. Wenn man Jahre oder gar Jahrzehnte lang nur den einen Filmtyp benutzt hat, und dann aus Interesse 1-2 mal den Anderen nutzt, dann ist man natürlich erstmal enttäuscht (oder sieht zumindest größere Unterschiede), denn man hat ja einfach erstmal irgendein Entwicklungsrezept genutzt, und noch nicht das für den eigenen Geschmack Optimale.

    Wenn Du wirklich wissen möchtest, ob der HP5 (oder irgendein anderer 400er) für Dich ein guter Ersatz für den Tri-X ist, solltest du schon mindestens mal 10 Rollen belichten und in deinem Standardentwickler zum für Dich optimalen Ergebnis eintesten. Dann weißt Du, was Sache ist. :)

    Hilft ja auch nicht weiter, Rodinal hin oder her.

    Wenn wir mal ausschließen, dass er einen unbeschichteten Film bekommen hat, und annehmen, dass die Kamera funktioniert, bleiben in erster Linie drei Möglichkeiten:

    - Entwickler und Fixierer vertauscht

    - Entwickler nicht angesetzt und nur mit Wasser "entwickelt"

    - Entwickler tot

    Die letzte Möglichkeit lässt sich ja leicht durch einen Test ausschließen oder bestätigen. Die anderen beiden sind Klassiker, die auch vielen alten Hasen schon passiert sind.

    So 100%ig kann man da keine Regel aufstellen, zumindest wenn man verschiedene Motive "mischt".

    Beim gleichen Motiv und Bildausschnitt ist es einfach, sofern jedes der Einzelbilder gleich viel zum Endergebnis beitragen soll: Die gemessene Belichtungszeit wird durch die Anzahl der Aufnahmen geteilt. Also bei zwei Bildern wird jedes mit der halben Zeit (oder einer Blendenstufe weiter abgeblendet) aufgenommen.

    Mann kann statt zu rechnen auch die Filmempfindlichkeit des Belichtungsmessers verstellen. Bei zwei Aufnahmen stellt man die doppelte Empfindlichkeit ein, bei fünf Aufnahmen die Fünffache usw.

    Wenn man aber ganz unterschiedliche Motive übereinanderlegt, muss man sich vorher schon etwas Gedanken machen, welches Bild wie viel Beitragen soll, wie viel helle und dunkle Bereiche sich überdecken usw.

    Auch wenn nichts unmöglich ist, würde es mich sehr wundern, wenn dein Rodinal schon nach 5 Jahren tot ist. Ich benutze hier noch Rodinal, das sehr viel älter ist (noch Original von Agfa) und in der fast leeren Plastikflasche ohne Schutzgas aufbewahrt wird. Die Farbe ist schon Dunkelbraun.

    Das arbeitet trotzdem noch einwandfrei.

    Ich tippe auch auf Vertauschen von Fixierer und Entwickler.

    Danke sehr. Die Gerbstoffe im Tee reagieren also nur mit den Silbersalzen. Nicht mit entwickeltem Silber. Warum wird ein Film braun, wenn man pures Vitamin C mit Waschsoda verwendet? Es hat eigentlich keine Farbe.

    Die reagieren garnicht mit dem Silber (oder den Silbersalzen), nur mit der Gelatine. Nur Vitamin C mit Washsoda erzeugt noch keinen Stain, dazu braucht es einen "Partner" wie Catechol, Pyrogallol o.Ä.

    Auch Filme werden durch Entwickler wie Caffenol oder andere stainende Entwickler (Pyrocatechin/Pyrogallol etc.) nicht getont. Der sog. Stain ist eine reine Färbung der Gelatine, das Silber bleibt davon unberührt, es wird also nicht (im strengen Sinne) getont.

    Bei Cyanotypien sieht es anders aus, dort findet tatsächlich eine chemische Reaktion mit dem bildgebenden Berliner Blau statt.