Beiträge von Stefan Negelmann

    Ich habe ein wenig im Agfa-Buch darüber nachgelesen und leider nichts gefunden.

    Laut Udo Spickmann soll es auch eine Tropen-Ausführung geben, die dann ein "T" in der Seriennummer haben muss.

    Er bezieht sich aber auf die Isolette Pronto, das kann ich auch nachvollziehen. Die III als Nachkriegskamera wird wohl kaum als Tropen-Ausführung auf den Markt gekommen sein.

    Ich kann mir vorstellen, dass halt Material verwendet wurde, was gerade vorhanden war. Die vielen unterschiedlichen Deckkappen sprechen auch davon...

    Agfa Isolette | udospickmann
    www.udospickmann.de

    Ich finde die Beiträge zu den alternativen Halbformat -Kameras interessant (wirklich!), aber vielleicht könnte man das an passenderer Stelle weiter besprechen?

    Z.B. hier:

    Juergen Neher
    20. Mai 2022 um 20:50

    Sorry Lutz aber das macht null Sinn. Jede Gebrauchte hat einen besseren ökologischen "footprint" als eine Neue. Was besseres als alte Kameras auf dem Flohmarkt kaufen und "aufbrauchen" kann man ökologisch gesehen nicht machen.

    Ganz genau.

    Das gilt im übrigen nicht nur für Kameras.

    Danke Stefan.

    Einen ähnlichen Text habe ich gerade in einem US-Forum gefunden. Das hilft mir weiter bei der Suche.

    Gerne, dann hast Du vermutlich das gleiche wie ich gefunden. Ich hatte vor Jahren mal ähnliches gesucht und konnte mich nur noch dunkel erinnern, dass das mit dem Lineogon nicht so einfach war.

    Wie Peter Fechner auch gerade schrieb, sind die Canon-LTM-Optiken sehr sehr gut. Allerdings sind die mit weniger als 50mm Brennweite meist auch recht teuer und eher nicht in Deinem Budget zu haben.

    Ich habe an der M2 ganz gerne das Komura 35/2.8 genutzt. Das ist auch ein unterschätztes Objektiv, welches man mitunter noch einigermaßen günstig bekommen kann.

    Von dem Staeble Linogon soll es laut Internet ein paar geben, die auch für den Anschluss an Leica M39 gerechnet sind. Diese müssen dann aber unbedingt ein "L" in der Bezeichnung haben, ansonsten:


    "Diese Objektive wurden für LTM und für Braun Super Paxette-Mount hergestellt. Beide haben 39x1 mm Gewindeanschlüsse, aber die Objektivregistrierung des Paxette (=Abstand von Flansch zu Rückseite) unterscheidet sich von der LTM-Registrierung, sodass ein Paxette-Objektiv zwar auf eine Leica geschraubt werden kann, aber keine richtige Entfernungsmesserkupplung oder korrekten Unendlichfokus bietet. Einige dieser Objektive wurden für LTM hergestellt, alle sind mit „L-Lineogon“ gekennzeichnet. Ohne das „L“ haben Sie ein Paxette-Objektiv. "

    :thumbup::thumbup::thumbup:

    Mir fällt gerade ein, dass ihr einen wichtigen Trend vergessen habt:

    Sofortbild und die Fuji-Dinger dafür. Die haben wirklich einen wahren Hype ausgelöst und ich glaube irgendwo gelesen zu haben, dass Fuji mehr Sofortbildkameras, als digitale verkauft hat.

    Da hat man beides, analogen Look, Geschwindigkeit und etwas haptisches.

    Ich vermute (auch und gerade durch meinen Austausch mit vielen meiner Studenten, Praktikanten und studentischen Mitarbeiter), das letztgenanntes Argument eigentlich eines der wichtigsten für die erneute Hinwendung zur analogen Fotografie ist. Eben nicht nur schnell vergängliche Pixel oder Dateien zu haben, sondern etwas greifbares, eben analoges.

    Ganz ähnlich, wie der erneute Boom der Schallplatte.

    Warum eigentlich sollte jemand (außer aus dem Grund, dass er die Ergebnisse von seinem neuen Spielzeug präsentieren will) ausgerechnet Fotos aus einer analogen Kamera mit der auch noch ersteinmal 72 oder 48 Bilder gemacht werden müssen, für seinen tollen social Media-Account nutzen wollen? Da kommt es vor allem auf eins an:Geschwindigkeit.

    ...und nicht zu vergessen, dass Bafög - Empfänger dann am hoffentlich erfolgreichen Ende des Studiums ersteinmal einen großen Berg Schulden abtragen "dürfen".

    Ein Luxusgut, wie so eine Filmknipse wird sich da kaum jemand leisten.

    (Habe ein, bzw. hatte zwei studierende(s) Kind(er) mit altem Smartphone, ohne Auto und glücklich gefundener Unterkunft im Plattenbau-Studentenwohnheim, natürlich auch die ganze Zeit nebenbei arbeitend und nicht Bafög-berechtigt)

    Ist halt immer ein Unterschied, ob man von privat eine „Wundertüte“ kauft, oder vom Händler mit Wartung, ggf. Reparatur und 1 Jahr Gewährleistung, da liegen dann die großen Preisunterschiede.

    Nicht schon wieder.

    (Siehe auch Lennarts Antwort)

    Und es ging ausdrücklich um Kameras ohne Garantie, wie Lutz schrieb.

    Volle Zustimmung.


    Diese Kamera hat meiner Meinung nach 2 primäre Zielgruppen. Menschen zwischen 25 und 40 die ihr eigenes Einkommen haben und Menschen jenseits der 50, die sich ein neues Spielzeug zulegen - beide teilen eine erhöhte Leidenschaft für das Hobby „analoge Fotografie“.

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich junge Leute ohne Einkommen als erstes diese Kamera zulegen Da braucht es (vor allem günstigere…) Zwischenschritte. Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Dass die Kamera dann aber sowohl der Enthusiastin, als auch dem Anfänger Spaß bereiten kann, sehe ich schon. Das Konzept ist gut und eher auf Unterhaltung ausgelegt.

    Das sehe ich ganz genauso.

    Zudem hier immer von "jungen Leuten" und influencern sowie followern geschrieben wird. Ich meine, diese "follower" in Bezug auf Fotografie sind eher selten Jugendliche...aber wer weiß.

    Für mich ist die neue Kamera nichts (deshalb habe ich hier bisher auch nichts geschrieben), aber es ist doch gut, dass es wieder eine neue Analoge gibt und ich wünsche allen Käufern gute Fotos mit und viel Freude an der Kamera.