Beiträge von Thomas Spärber

    Hallo, "Gradationswerte" sind keine feste, definierte Größe. Man kann sie nur vage in Filtereinstellungen übersetzen, da die Multikontrastpapiere sich unterscheiden und jedes Bild einen anderen, eigenen Motivkontrast besitzt. Die Werte sind nur für eine einfachere, allgemeine Kommunikation dienlich.

    Das Maximum an Gelb und der Rest auf 0 dürfte der weichsten Gradation (eben auch als 00 bezeichnet) entsprechen.

    Hallo Ernst, dein Ergebnis schaut mir etwas zu "verwaschen" aus. Vielleicht hattest du zunächst schrittweise zu sehr hinunter skaliert und am Ende eine Pixel-genaue Zielgröße eingestellt, die etwas darüber lag? Damit würde man das reduzierte Bild wieder "aufblasen".

    Beim verringern der Bilder auf kleinere Größen sollte man auch immer etwas mit den Möglichkeiten des Schärfens spielen. Kanten werden ansonsten häufig zu verwaschen wiedergegeben. Aber natürlich sollte man nicht unnatürlich Überschärfen (häufig dann sichtbar an "Kringeln" in den Schatten und Mitten). Ich versuche hierbei möglichst immer am Vorbild des Dunkelkammerabzuges zu bleiben.

    PS: Computerbildbearbeitung ist eine Geschichte für sich. Nicht umsonst gibt es dafür ja dicke Bücher.

    Die Ursache wurde ja bereits gefunden. Hinzufügen möchte ich noch, dass es häufig bei der digitalen Bildbearbeitung sinnvoll- und auch andernorts empfohlen ist, Grafiken mit hoher Auflösung nicht in einem Rutsch zu verkleinern sondern peu a peu. Ich digitalisiere zunächst in sehr hoher Auflösung, reduziere die Maße dann: 50%, dann noch einmal 50%, dann erst auf die gewünschte Endgröße (z. B. 900px breite Seite). Damit produziert zumindest mein Bildbearbeitungsprogramm etwas saubere Ergebnisse.

    Vermutlich kann der Blitz noch den "Computermodus". Da kann man dann am Blitz einen zu hohen ISO-Wert einstellen und er gibt je Messung stets etwas weniger Licht ab. Das Umgebungslicht wird an der Kamera ganz normal via Verschlusszeit kontrolliert. Aber im Gegensatz zu TTL muss man dann beim Ändern der Blende am Objektiv diese dem Blitz "mitteilen" und der Computermodus ist nicht so treffsicher wie eine Messung durch das Objektiv.

    Ich hatte damals länger geübt und geprobt mit dem Blitzen, bevor ich schnelle Porträts damit probierte. Die ganze Kunstlichtwelle kam sicherlich erst so richtig mit den Digitalkameras auf. Analog hat man dies schwerer im Griff.

    Hallo Stefan, eine TTL-Automatik ist gerade für Aufhellzwecke sinnvoll. Aber man muss dem System mitteilen können, dass das Auto-Blitzlicht je nur bei einer Leistung von z. B. -2EV unter der Messung abgegeben werden soll und auf das Umgebungslicht zu -1EV gemessen werden soll. So etwas ist zumindest bei der Nikon FE2 nicht möglich, wie ich es von modernen Digitalkameras kenne. Ob man zumindest eine verringerte Kunstlichtleistung je Messung am Blitz definieren kann, wäre dann Voraussetzung für dein Vorhaben. Den Blitz kenne ich jedoch nicht. Ich konnte damals mit meiner damaligen FE2 nicht gescheit Aufhellblitzen bei kompatiblen TTL-Blitz. Bei dem konnte man aber auch nicht die Lichtmenge je Messung reduzieren.

    Hallo, wenn man bei starken Filtern eh mit Stativ fotografiert, würde ich gleich ausreichend lang belichten. Diese abgehackten Tiefen, die bei einer Unterbelichtung entstehen, finde ich bei Landschaften meist zu harsch.

    Den Rollei Superpan mit IR720-Filter kann man auch um 7 Blenden länger belichten auf Messbasis bei ohne Filter gemessen: https://analoge-fotografie.net/blog/infrarotfilm/ Dann sind die Schatten auch harmonisch, der Himmel aber nicht tiefschwarz.

    Hallo, wenn der Kopf sich sehr nah am Papier befindet, könnte sich eine ggf. nicht korrekte Planparallelität stärker als Unschärfen bemerkbar machen als bei größerem Abstand, wo ein geringer Winkel aus dem Lot noch nichts ausmacht.

    Zum Thema kurze Belichtungszeiten, da bist du nicht alleine. Daher haben viele Vergrößerer ja auch eine Dichteeinstellung. Aber vermutlich betrifft dies nur die mit Halogenleuchtmittel bzw. Farbköpfe. Das hatte ich zum Thema noch gefunden: https://analoge-fotografie.net/blog/fotolabor-belichtungszeit/

    Hallo, über fotografische Filme wird m. M. nach viel zu viel geredet. Sie sind sich viel ähnlicher als viele gerne hätten. Beispiel: Im November haben wir hier ein ganz anderes Licht als im Juni. Also sehen die Bilder anders aus. Das liegt aber nicht am Film.

    Ich würde S/W-Filme nur grob kategorisieren: klassische oder moderne Kornstruktur sowie 50, 100 oder 400 ASA. Ob ich nun einen APX 100 nehme oder einen FP4 ist Wurscht. Bei Farbfilmen ist das ja noch weniger relevant, wenn alle digitalisiert- und die Farben am Computer eingestellt werden.

    Auch bei Entwicklern sind die Unterschiede häufig geringer, als es Katalogtexte weismachen wollen. Seltsamerweise arbeiten sie alle scharf und feinkörnig usw.

    In Norwegen hatte sich jemand die Mühe gemacht, in rein technischer Hinsicht Filme und Entwickler zu vergleichen, also was Korn und Auflösung anbelangt: https://fotoimport.no/fktmax

    Hier ist eine ähnliche Untersuchung veröffentlicht: https://www.bernhard-w-schmidt.de/de/studie

    >> du würdest das rausfinden?

    Vielleicht kan man dies ermitteln, indem man die jeweilige Kamera auf eine auf Federn stehende oder hängende Fläche stellt und dazu ein Schälchen Wasser mit darin schwimmenden Körnern, dann via Draht- oder Selbstauslöser auslöst. Vielleicht reicht auch bereits eine kleine Wasserwaage im Zubehörschuh, falls sich die Blase beim Auslösen (unterschiedlich) bewegen sollte.

    PS: Die Nikkormat hat doch eine mechanische, arretierbare Spiegelvorauslösung, soweit ich mich erinnere. Die könnte man auch permanent aktivieren und einen Aufstecksucher nutzen, falls nicht ständig nach Sicht fokussiert werden muss und falls besorgbar. Dann hätte man gar keinen Spiegelschlag.

    Ich mache vor jedem Fixieren einen Klärtest mit einem Stückchen Film. Das Fixierbad wird bei mir erst entsorgt, wenn das Klären ungewöhnlich lange dauert. Der Klärtest zeigt doch genau, ob die Chemie noch arbeitet und Fragen kommen nicht auf. Eine Strichliste (wie beim Entwickler) führe ich da nicht.

    Ich setze immer 600 ml an und befülle die Entwicklerdose zum Fixieren so, dass sie fast voll ist. Danach kippe ich wieder alle zurück. Der Ansatz hält bei mir Monate und die Filme zähle ich auch nicht. Denn: Mittels "Klärtest" anhand eines Filmschnipsels (Anfangslasche) kann man vor dem Fixieren ja leicht ermitteln, ob die Lösung noch funktioniert bzw. wie lange die Fixierdauer betragen sollte.

    Ich hatte einmal den Vergleich gemacht: Handabzug gegen Scan. Beide sahen gleich aus. Ich denke, die Annahme, dass bei einem Scan das fotografische Korn betont wird, kommt daher, dass hierbei eine Computer-Scan-Automatik maximales Weiß auf der einen- und maximales Schwarz auf der anderen Seite erhalten möchte und somit den Kontrast von insbesondere unterbelichteten Bildern enorm anhebt. Hierdurch wird dann das Korn verstärkt und besonders sichtbar.

    Jetzt denke ich mich in die Kulisse deines Parkplatzes mit dem weißen Wagen: Plötzlich kommt einer daher und pinselt in Windeseile Hauswand und Wagen in einem mittleren Grau an. Dein Belichtungsmesser an deiner Kamera wird dir plötzlich eine um min. zwei Blenden längere Zeit vorschlagen, obwohl sich das Licht gar nicht geändert hat.

    Ich denke daher immer noch, dass du den Film (bei diesem Beispielfoto) unterbelichtet- und eben nicht "gepullt" hast. Das Motiv sieht ja auch aus wie ein typisch "gepushter" Film (was dem Motiv auch zuträglich ist). Wenn du mit "Pullen" jedoch einfach nur eine nachträgliche Kontrastanpassung ins Negative im Entwicklungsprozess meinst, reden wir aneinander vorbei. Dies würde ich ja auch tun bei solch harschen Eigenkontrasten, die diese Motive aufweisen und dies ist ja auch stets anzuraten, wenn auf dem Film nicht gleichzeitig Bilder in flauem Licht vorhanden sind.

    Wenn keine Schattenzeichung vorhanden ist, hattest du dem Film ja nicht über der Nennempfindlichkeit hinaus Licht gegeben sondern zu wenig, also offenbar falsch gemessen. Mit einer verkürzten Entwicklung hattest du nur hohe Motivkontraste ausgeglichen. Aber dies ist ja nur die halbe Miete des "Pullens", wie man es allgemein versteht. Ein Vorteil davon sind eben völlig durchgezeichnete Schatten bei gleichzeitig seidigen Lichtern und eine reduzierte Betonung des Filmkorns.