Beiträge von Jan Kammann

    Noch ein kleiner Nachtrag zu diesem Thema: Ich habe nun weitere Grossformatnegative entwickelt, zuerst mit Rotationsentwicklung und Caffenol. Das sah schon mal besser aus, aber auch hier gab es immer noch leichte Flecken an den Bildrändern, diesmal allerdings in Form eines dunkleren Streifens bzw. auch helleren Flecken.

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    Meiner Ansicht nach liegt das schon ziemlich sicher an der Filmspirale, weil die Halterungsstege unten und oben ziemlich breit sind und so weniger Entwickler an die Ränder kommt bzw. Bläschen entstehen. Ich kann also wirklich nur davon abraten, sich diese "Reelfilmreel"-Filmspirale aus Frankreich zu kaufen.

    Inzwischen habe ich mir nun auch eine Mod54-Spirale gekauft und auch schon ein paar Negative entwickelt. Habe sie noch nicht gescannt, aber Flecken sind keine drauf. Diesmal allerdings keine Rotationsentwicklung, sondern Agitation mit dem Rührstab.

    Also ich sehe da gar nichts, ausser vielleicht ein paar Staubkörnchen. Um Enttäuschungen vorzubeugen, kaufe ich mir allerdings schon lange keine als "neuwertig" bezeichneten Artikel mehr - zum Fotografieren tun's auch Sachen in normalem Gebrauchtzustand. Das schont auch die Geldbörse.

    Im Hochformat sehen die Bilder in der Galerieansicht schon ziemlich gut aus. Das liegt aber natürlich auch daran, dass sie von der Auflösung her bei gleicher Bildhöhe mit Kleinbild im Querformat vergleichbar sind - es fehlt einfach die Hälfte. Im Querformat hingegen, vergrössert auf die gleiche Bildbreite, zeigen sich die Unterschiede deutlicher.

    Auf jeden Fall bildet das Objektiv ziemlich gut ab, das kann man schon auch sagen.

    Ich fand die Tetenal "Magic Box" auch eine gute Lösung für Wenigknipser, damit konnte man auch 3 Filme entwickeln (evtl. auch mehr).

    Aber gut, tempi passati. Heute kann man nur noch beim Preis der Kits sparen, dann lohnt es sich auch, wenn man die Kapazität nicht voll ausnutzt. Ich warte nun auch, bis ich zumindest 6 Filme zusammen habe, und im Sommer geht es sich auch aus, dass noch mal ein paar Filme dazu kommen, bis die Chemie entsorgt werden muss.

    Ähm, dass Fuji seit geraumer Zeit umverpackte Kodak-Farbnegativfilme (Color Plus, Ultramax) verkauft, weisst du? Das ist längst ein unbestrittenes Faktum und muss nicht weiter diskutiert werden.

    Fraglich ist nur, ob Fuji nun wieder eigene Filme herstellen lässt oder eben weiter Kodak-Filme im grünen Kleid verkauft - nur eben in China konfektioniert. Letzteres ist doch wahrscheinlicher (Produktnamen 200 und 400 ohne "C"), aber man wird sehen.

    Dieser Artikel war vor kurzem bei Kosmofoto:

    https://kosmofoto.com/2024/05/chinas…he-end-of-2024/

    Hier behauptet ein chinesischer Hersteller, daß er eine 2012 stillgelegte Filmfabrik jederzeit wieder hochfahren könnte. Das größere Problem ist die Beschaffung der Chemikalien und Rohstoffe für Farbfilm (110 verschiedene). Ich vermute das Fuji genau so einen Partner gefunden hat und evtl die fehlenden Chemikalien liefern kann. Die Filmproduktion bei Fuji ist soweit ich weiß, nach wie vor sehr hoch, nur daß sie Instax priorisieren. China vermutlich deshalb, weil die stillgelegten Werke dort angeblich noch existieren.

    Lucky produziert seit Kurzem wieder Filme, die Schwarzweissfilme gibt es schon zu kaufen. Also ist das keine Behauptung, sondern Tatsache und die Fabrik läuft wieder.

    Bei Fuji ist die Situation anders, ein Lizenzhersteller, der bisher medizinische Filme für Fuji hergestellt hat, stellt nun auch Fotofilme her. Offen ist lediglich, ob es Fuji-eigene Emulsionen sind oder von Kodak zugekaufte.

    Allgemein kann man sagen, dass die Chinesen hier scheinbar nun wirklich Nägel mit Köpfen machen und wohl auch das Know-how (noch) vorhanden ist, um nicht wie bei Ilford, Adox oder Ferrania das Rad in Sachen Farbfilm neu erfinden zu müssen. Fraglich ist dennoch, ob sich hier in Europa der Import von China-Filmen preislich lohnt, aber das wird man sehen.

    Was habt ihr hier alle mit der Yashica T3? :/

    Ich habe ja auch eine, nette Kamera, aber jetzt auch nicht gerade die Spitze der Kamerabaukunst. Dass sie heute noch wer reparieren kann, drauf würde ich jetzt eher nicht setzen - das ist aber bei den meisten Point & Shoots der 90er-Jahre so.

    Ausserdem finde ich den Vergleich etwas seltsam, weil die Pentax 17 ja Halbformat hat und auch einige Spezialfunktionen - bei der T3 muss man den Blitz jedes Mal aufs Neue abschalten, andere Einstellungen gibt es nicht. Ich finde es eigentlich ziemlich gut, dass Pentax hier eine Kamera auf den Markt gebracht hat, die es so eben noch nicht gab und sich daher auch von den ganzen Gebrauchtkameras abhebt.

    Und, gibt es schon Ergebnisse?

    Frage deshalb, weil ich auch kürzlich einen Mod54-Einsatz gekauft habe und feststellen musste, dass der Entwickler auf seiner Website von Rotationsentwicklung damit abrät.

    Nun weiss ich nicht so recht, ob das trotzdem geht... Drehen würde ich von Hand, so einen Prozessor habe ich leider nicht.

    Ja, natürlich ist das TTartisan mit Meßsucherkupplung. Denke aber, für 200€ wird es sogar da schwer, eins zu finden.

    Das andere Objektiv ist ein ziemlicher Exot, in der Richtung gab's ein paar, wird aber wohl auch kaum wer was dazu sagen können.

    Edit: Das Objektiv war wohl für Braun Paxette, also nicht kompatibel zu Leica!

    Das TTartisan 35mm 2,0 ist auch gut und günstig. Oder das Voigtländer Color-Skopar 35mm 2,5. Bei den 28ern wäre vielleicht noch das Minolta M-Rokkor für die CLE noch ein Tipp, wenn man mit den weissen Punkten leben kann, das ist auch so im Preisbereich 300-400€.

    Ein paar ältere Canon M39-Objektive könnten auch passen, aber da müsste man schauen, ob es da Probleme gibt wegen dem hinteren Linsenelement. Bei der CL ist das heikel wegen dem Arm des Belichtungsmessers. Das Jupiter-12 geht deswegen nicht.

    Ich denke, der weitaus häufigere Anwendungsfall für die Markierung der Filmebene dürfte wohl sein, den Fokus nach Zentimetern genau einzustellen. Das habe ich teilweise auch schon gemacht, z. B. um bei Sucherkameras den Meßsucher im Nahbereich einzustellen.

    Wenn man gerade nichts anderes dabei hat und die Lichtverhältnisse danach verlangen, kann es natürlich sinnvoll sein, einen 100er-Film auf 400 ISO zu pushen.

    Ansonsten ist natürlich die Verwendung eines echten 400er-Films vorzuziehen, da bekommt man sicherlich bessere Schattenzeichnung und einen ausgewogeneren Kontrast.

    Diese Lithiumbatterien halten in Kameras jahrelang - ganz im Gegensatz z. B. zu einer E-Zigarette, die nach ein paar Wochen/Tagen/Monaten weggeschmissen oder bestenfalls recycelt wird. Und das ist nur ein Beispiel. Nichts gegen Umweltschutz, aber hin und wieder kann man doch auch mal die Relation sehen. Auch bei älteren Kameras wird dieses Argument komischerweise nie gebracht, manch einer beklagt gar noch das Verbot von Quecksilberbatterien.

    Die konsumkritischen Gedanken von Bastian fand ich ganz interessant, aber letztlich wäre dieses Forum doch ohne "Fetischisierung" von Kameras wohl kaum denkbar. Auch in den "goldenen" Analogzeiten gab es doch Marketing seitens der Kamerahersteller - mal mehr oder weniger plump, als z. B. Nikon die EM als Kamera für Frauen vermarktete, natürlich kleiner und mit Automatik... Natürlich wurden auch da Bedürfnisse geschaffen und mit Annahmen und Stereotypen gearbeitet. Letztlich ist eine Kamera immer ein Konsumprodukt gewesen und von der idealistischen Vorstellung, dass sie "nur ein Werkzeug" sein soll, kann halt kein Hersteller leben.

    Man kann sich alles irgendwie schön reden, aber wenn ich überlege wieviel Digitalkamera man für 549,-€ kriegen kann (und was da an Technik drinsteckt...vgl. z.B. Canon PowerShot G7X, ist bei der Zielgruppe der 17 sehr beliebt und mit dieser Kamera als Grundlage starten einige ein ganzes Business als Influencer*in, das ist inzwischen also professionelles Arbeitswerkzeug) erscheint das Verhältnis hier schon etwas, naja, eigen.

    Vor ein paar Jahren hätte das noch gestimmt, aber mittlerweile ist auch bei den digitalen Kompaktkameras das Preisniveau deutlich nach oben gegangen bzw. die Auswahl sehr klein geworden. Die aktuelle G7X III kostet auch ca. 750 Euro, für den Preis der Pentax bekommt man neu gerade noch eine Sony RX100 III, und die ist schon ziemlich alt. Auf dem Gebrauchtmarkt sind die Premium-Kompakten wie Fuji X100 und Ricoh GR inzwischen auch sehr teuer geworden.

    Die Idee, aus Nachhaltigkeitsgründen vor allem auf Reparatur zu setzen, hat zwar was für sich, aber ich finde, dass das eh schon gemacht wird und die Neuproduktion von Kameras nicht ausschliesst. Jedenfalls sind hochwertige Kameras wie die Pentax 17 unter dem Gesichtspunkt sicher weniger problematisch als die ganzen einfachen Lomo- und Plastikkameras.

    Hm, wie soll denn ein "besserer" Sucher abbilden? Die Perspektive von 15mm ist nun mal extrem. Meines Wissens gibt es auch nicht wirklich einen anderen als den von Cosina, die Leica- und Zeiss-Sucher gab es wohl erst ab 18mm.

    Ich hatte das 15mm Super Wide Heliar auch - ja, es ist eine Herausforderung, dafür geeignete Motive zu finden. Deswegen bin ich nun wegen der praktkableren Brennweite auf ein TT Artisan 21mm 1,5 umgestiegen. Kostet gebraucht auch nicht mehr und liefert auch an der digitalen Leica wirklich gut ab. Vielleicht kaufe ich mir auch mal einen Aufstecksucher für die Analoge, aber mit Live-View oder Visoflex fotografiert es sich halt schon viel bequemer.

    Habe mir nun auch einige Videos angesehen und finde das Konzept ziemlich spannend und bin froh, dass die Kamera nun auf dem Markt ist. Auch die Beispielbilder sehen erstaunlich gut aus, wenn man es nicht wüsste, könnte man viele Aufnahmen auch für Kleinbild-"Vollformat" halten.

    Ohne jetzt meckern zu wollen: Das Design finde ich jetzt doch weniger gelungen und der Preis ist mir dann doch zu hoch, um sie mir einfach mal so als weitere Kamera zuzulegen. Da ich eher zu denen gehöre, die Mühe haben, einen Kleinbildfilm vollzubekommen, ist Halbformat eher nichts für mich, obwohl das noch in der Kamerasammlung fehlt. Aber wenn, dann würde ich wohl auch eher zur neuen Pentax greifen statt z. B. einer alten Olympus Pen.

    Spannend finde ich, dass die Konstruktionsweise einen Hinweis darauf gibt, dass Pentax bald weitere Kameras herausbringen könnte. Manches hätte man nämlich einfacher produzieren können, z. B. eine rein mechanische statt eine elektronische (Zonenfokus-) Scharfstellung. Auch hätte die Kamera deutlich kleiner gebaut werden können, wenn das gewollt gewesen wäre. Das deutet schon auf eine Plattform hin, wo man die Grundkonstruktion recht einfach mit Kleinbild-Filmbühne und Autofokus ausstatten könnte. Natürlich hängt das aber vom Verkaufserfolg der Pentax 17 ab, weshalb ich auch hoffe, dass sie sich gut verkauft.

    Eine Zeitlang habe ich immer mal wieder auch APS gemacht. Grund dafür war eine Contax TiX, die ich mal relativ günstig bekommen habe. Das ist sozusagen eine "Contax T3 Mini", ebenso mit Titangehäuse und Zeiss-Objektiv, nur eben für APS-Film. Für mich war das schon eine beinahe ideale Kompaktkamera, wirklich sehr klein, schickes Design und die Ergebnisse konnten sich sehen lassen - man sah nicht viel Unterschied zum Kleinbild. Vorausgesetzt allerdings, man findet noch gut gelagertes Filmmaterial, was leider schwierig ist. Das meiste lag oft jahrelang in der Schublade bei Zimmertemperatur.

    Neben den Nachteilen bei der Filmbeschaffung und der Entwicklung (habe zum Glück ein gutes Labor gefunden) kommt das ungewöhnliche Filmformat noch dazu - irgendwo zwischen dem eh schon länglichen 3:2-Kleinbildformat und "echtem" Panorama, ist es so ein Zwischending. Es gab auch noch eine Panorama-Option, aber das empfiehlt sich nicht, da nur ein Ausschnitt genommen wird.

    Leider hatte auch meine TiX irgendwann den typischen Defekt, dass sich die Kamera spontan ausschaltet und dabei alle Einstellungen vergisst. Zuerst nur bei niedrigen Temperaturen, dann immer wieder mal und am Ende meist gleich nach dem Einschalten. Schade drum, aber was soll's, ich hatte auch viel Spass damit. Habe sie noch hier und nehme das handschmeichlerische Titangehäuse ab und zu aus der Samtschatulle - einfach ein Schmuckstück...

    Einige APS-Filme habe ich noch im Kühlschrank, weiss aber nicht, was ich damit machen soll. Kaufe mir wohl eher keine Kamera mehr dafür. Hier noch ein Beispielbild.

    LDO_Fussballkinder_APS_150624.jpg

    Wenn ich mal in Zürich bin, kaufe ich mir im Ars-Imago-Laden wohl auch eins, da ist es mit aktuell 39 Franken echt günstig. Das Problem ist halt, mit Versand und Zoll in die EU rentiert es sich preislich nicht, wie leider allgemein bei Schweizer Webshops.

    Letzthin hatte ich ja Axel Color aus Italien empfohlen, der Preisvorteil hat sich allerdings auch wieder relativiert, wie ich feststellen musste. Der Versand kostet jetzt 11€, woraus ein Gesamtpreis von 35€ fürs 1L-Kit resultiert, gleich teuer wie Cinestill. Da rentiert sich die etwas umständliche Bestellung und Kommunikation nicht mehr wirklich.

    Preis-Leistungs-mässig dürfte wohl das Adox-Kit die beste Option sein, wenn es denn endlich verfügbar ist. Oder eben Ars-Imago, wenn man in der Schweiz direkt kauft.