Beiträge von Oskar Wiedemann

    Hallo Oliver, wenn Du bei eingetretener Dunkelheit Blitzen willst, ist es eigentlich kein Aufhellblitzen mehr.

    Aufhellblitzen (tagsüber, zb Gegenlich ) funktioniert meines Wissens nur im manuellen Modus. Nachdem Du die Anleitung für den SB15 hast, würde ich mich in diesem Falle genau daran halten im entsprechenden Kapitel. Ich habe den SB16, da ist das gut beschrieben und wird wohl ähnlich sein wie bei Deinem.

    Bei Dunkelheit dannwohl eher TTL-Messung.

    Klar: wenn man nicht ständig blitzt, muss man die Anleitung immer dabei haben. Das Prinzip des Blitzens in den drei möglichen Modi ist im Grunde nicht schwer, aber gewöhnungsbedürftig. Geht mir auch immer so...

    Resultat: Erstmals ist die Infrarot-Schicht komplett intakt geblieben, sogar am Rand im Bereich der Perforation :thumbup: .

    Glückwunsch! Zeig doch auch mal Ergebnisse.

    Eigentlich könntest Du Deinen Prozess auch mal als handliche Anleitung zusammenfassen. Wenn Du dann auch noch die Umkehrentwicklung von Papierabzügen hinbekommst - also vom Dia auf Papier - dann fange ich vielleicht doch auch noch damit an...

    VG Oskar

    also warum Diafilm bei diesen sehr hohen Kosten?

    Primär zum projizieren.

    Den ganzen hybriden Rest kann man mit Dias genauso machen wie mit Negativen. Bei einem Dia sieht man aber halt direkt, wie das Bild sein soll, Farben, Kontraste usw. Es ist ein fertiges, unveränderliches Bild, das als Messlatte dienen kann. Ein Negativ ist dagegen eher ein Rohling.

    Und manche Sachen gehen tatsächlich nur mit Diafilmen. Wenn Du zb auf die Idee kommst , einen Farbfilter aus der SW-Fotografie zu verwenden, weil Du ein monochrom farbiges Bild haben willst, rot, grün oder blau, dann wird das Dia genauso leuchtend in dieser Farbe sein wie der Filter. Mit farbnegativ macht man diesen Versuch nur einmal, es wird aussehen wie eine schmutzige Brühe. Ähnliches gilt dann auch abgeschwächt für andere Filter, KR, KB und ob ein Redhancer bei funktioniert weiß ich nicht. Für mich waren jedenfalls solche Erfahrungen schon ganz früh ausschlaggebend, wenn Farbe, dann nur Dia. Seit der digitalen Revolution in der Fotografie erschließt sich mir der Sinn von Farbnegativfilm kaum noch. Das ist aber nur meine persönliche Meinung und keinesfalls als Herablassung anderen Sichtweisen oder Vorlieben gemeint.

    Irgendwo hatte ich letztens noch den Tip gefunden, daß man Polfilter auch einsetzen kann, um Reflexe des Sonnenlichts auf Blättern etc. zu begrenzen und damit z.B. satteres Blattgrün zu bekommen. Habe ich noch nicht probiert.

    Ja, das ist eine sehr nützliche Anwendung des Polfilters. Erst dadurch kann man in vielen Situationen ansehnliche Bilder mit Blattgrün in Farbe machen. Man sollte nur als Tipp die Regel im Hinterkopf haben, dass man dabei nicht übertreiben sollte und mit dem Polfilter nicht alle Reflexe komplett wegfiltert, sonder von maximal wieder ein wenig zurückdreht. Sonst wirken die Bilder trotz sattem grün schnell tot und undifferenziert.

    Ich nutze den Effekt gerne zusammen mit einem Weichzeichnerobjektiv, um das milchige von den Überstrahlungen wieder etwas wegzubekommen.

    Mein Polfilter, HOYA, hat eine Markierung, die auch ohne Sucherdurchblick anzeigt, dass die Filterung in der oberen Hälfte wirkt.

    Interessant. Der B+W Polfilter hat das nicht. Hast Du beobachtet, dass man sich darauf verlassen kann? Denn letztlich muss man ja immer nach Sicht einstellen, wegen den besagten Einfall- und Ausfallwinkeln. Die Sonne (oder anderes Licht) steht ja auch nicht immer gleich - mal hoch, mal niedrig.

    Hallo Heinz,

    Die Wirkung eines Polfilters ist immer stark abhängig vom Winkel des einfallenden Lichts auf die jeweilige Oberfläche (bzw hier zum Himmel) und vom Aufnahmewinkel, also Standort der Kamera. Meiner Erinnerung nach ist die maximale Wirkung bei 30 - 40 Grad Beleuchtungswinkel und entsprechendem Gegenwinkel des Kamerastandorts (also nach der Regel Einfallswinkel = Ausfallswinkel). Bei idealen Bedingungen kann man also Spiegelungen etc vollständig eliminieren oder den Himmel stark abdunkeln. Weicht man davon ab, schwächt sich der Effekt bis gegen Null. Wenn man also keine Wirkung durch den Sucher sieht, wie hier einige geschrieben haben, liegt das nicht am Polfilter, sondern am falschen Winkel oder falschem Einsatz, wenn man so will.

    Bevor ich den Polfilter aufschraube, prüfe ich die Wirkung immer vorher direkt durch den Filter vors Auge gehalte in die gewünschte Richtung. Das ist einfacher.

    ABER ACHTUNG:

    Wenn man Landschaften o.ä. mit weitwinkligeren Objektiven fotografiert, kann es vorkommen, dass die Polwirkung am Himmel auf der einen Seite maximal ist und auf der gegenüberliegenden Seite kaum sichtbar. Das führt dann zu sehr unnatürlichen Wirkungen und kann aussehen wie eine einseitige Vignettierung. Das liegt dann halt einfach daran, dass ein Weitwinkel "mehr Winkel einfängt" als der Polfilter polarisiert. Möglicherweis ist das bei Deinem Bild passiert.

    Man muss halt die Eigenheiten des Polfilters kennen, wenn man ihn richtig einsetzen will...

    Der Gradmesser für Tierfotografie im allgemeinen und Vögel im speziellen (und eigentlich ja auch für Menschen) liegt in scharf und gut sichtbar abgebildeten Augen. Wenn das nicht gelingt ist das Foto wertlos. Davon ausgehend kannst Du überlegen, ob hier Versuche im Analogen überhaupt Sinn machen oder eher Dominiques Ratschläge richtiger sind.

    Wenn Gedanken an Kosten für Filme mit hineinspielen macht es wohl keinen Sinn.

    Karl Münter und Michael Kuhlmann :

    Nein, es scheint nichts von der Oberfläche des Fotopapiers zu sein, also Pearl o. ä, das dann spiegelt. Es sieht eher aus wie winzige Löcher in der Emulsion, durch die das Papier durchscheint. Spiegelungen wären größer und immer etwas unscharf. Diese Pünktchen sind absolut scharf, wie winzige Nadelstiche. Ich versuche es nochmal, ob ich es mir dem Handy abgebildet bekomme, dann kann ich es hier zeigen.

    Ein Update:

    Ich habe es gestern so zwischen fünf und sechs nachmittags einfach mal probiert:

    100mm Macro bei 1:1, zum Teil zusätzlich mit 31mm Zwischenring. Spiegelungen hatte ich keine, da es draußen eher trüb als diffus war, also kein Polfilter. Blende war zwische 5.6 und 8. Das Fokussieren ist bei diesem Maßstab auf einen Farbabzug doch recht schwierig, weil es da nichts wirklich Scharfes zu erkennen gibt. Die Belichtungszeiten waren zwischen 2 Sekunden und 8 Sekunden.

    ABER:

    eines der Fotos zeigte bei der starken Vergrößerung - mit bloßem Auge unsichtbar und auch bei den Vorversuchen mit dem Handy nicht zu sehen - lauter weiße Pünktchen, winzig klein. Gleichmäßig verteilt und über die ganze Fläche. Die konnte ich absolut exakt fokussieren. Aber sie würden alles entstellen. Weggebracht habe ich sie mir einem Blatt Transparentpapier fast wie eine Röhre über dem Objektiv bis zum Bild. Ein Lichtzelt sozusagen. Zumindest durch den Sucher waren diese Pünktchen dann nicht mehr zu sehen (vielleicht auch für Dietrich Kunze interessant?). Bis ich die Ergebnisse habe dauert es. Ich werde dann nochmal berichten...

    Nun aber die Frage: Was könnten diese Pünktchen sein? Altersbedingte Degeneration des Fotopapiers oder kann soetwas schon von Anfang an durch schlechte Verarbeitung kommen? Das Bild ist ca 30 Jahre alt und wohl von irgendeiner Drogerie.

    Wenn man das Display ausklappen kann, dann kann man mit dem Vergrößererobjektiv in die Kamera projizieren. Die kann dan plan aufliegen, so dass es keine Verzeichnungen gibt.

    Moderen Fotoapparate kommen mit Kunstlicht gut zurecht, das ist ja auch in der bildmäßigen Fotografie recht verbreitet.

    Den Teil habe ich jetzt nicht mehr ganz verstanden.

    Mir geht's ja um analoges kopieren von Aufsichtvorlagen, also Abfotografieren von Fotos auf Diafilm. Deine Beschreibung klingt eher wie Negative oder Dias per Vergrößerer in eine Digitalkamera zu projizieren, wenn ich das so richtig verstanden habe?

    Uwe und Uwe, danke für Eure Rückmeldungen!

    Bei Kunstlicht - egal welches - für Farbe ist halt meine Sorge, dass das dann hinterher ganz anders aussieht

    Uwe Pilz :

    Wie würdest Du bei der Beleuchtung mir dem Vergrößerer die Kamera platzieren? Sie müsste ja eigentlich genau in der Achse des Lichts senkrecht und genau planparallel über der Vorlage hängen, wenn keine Spiegelungen auftreten sollen? Und wie ist da Deine Einschätzung zur Farbtemperatur?

    Gruß Oskar

    Hallo zusammen,

    Ich möchte ein paar ältere Farbfotos auf Diafilm reproduzieren. Also analog von Farbe zu Farbe/Dia, und zwar vor allem Ausschnitte mit dem Macro (bis 1:1 oder sogar mehr).

    Vorversuche mit dem Handy haben natürlich auch funktioniert. Teilweise wurden hier aber "Mikrospiegelungen" von der Oberfläche der Vorlagen störend mit abgebildet, oder je nach Licht wurde der Kontrast auch mal übersteigert, so dass bei starker Vergrößerung die an sich zarten Farbwolken der Vorlage zu einem Gewirr aus Flecken wurden. Die Auflösung von einem Handy im Macromodus ist schon erstaunlich, aber ebenso die mancher alten analogen Farbbilder.

    Aber ich möchte ja ein Dia erhalten, daher folgende Fragen/ Überlegungen zu Eurer Einschätzung:

    Reproequipment habe ich keines. Ich würde die Vorlage an einer senkrechten Fläche befestigen und dann einfach mit dem Stativ rangehen.

    Aber welches Licht? Ich würde für möglichst neutrale Farbwiedergabe diffuses Tageslicht wählen. Zb nachmittags im Zimmer mit Ostfenster, gegenüber die weiße Hauswand der Nachbarn, Himmel vielleicht leicht bedeckt?

    Und die Spiegelungen/Mikrospiegelungen? Ich würde es mit einem Polfilter versuchen, oder spricht etwas dagegen?

    Danke schonmal vorab!

    Oskar

    Noch ein paar Anmerkungen zu der Empfindlichkeit des Films. Die Empfindlichkeit des Films ist eine feste, physikalische Größe. Sie ist definiert durch die erste messbare Reaktion des Films auf eine bestimmte minimale Lichtmenge. Es ist also der Schwellenwert einer Lichtmenge. Unterhalb dieses Schwellenwertes reagiert der Film einfach nicht mehr auf das Licht.

    Danke für diese einleuchtende Erklärung! War mir in dieser Definition ehrlich gesagt bisher nicht bekannt. Habe auch nie darüber nachgedacht, wie die Filmempfindlichkeit eigentlich definiert ist und konnte auch ohne dieses Wissen Fotos machen, aber das ist trotzdem interessant und kann sicher mal hilfreich sein...