Beiträge von Mathias Schatz

    Für mich macht es keinen Sinn solch umständliches Gerät zu nutzen um am Ende nichts anderes zu tun als ein großes Negativ zu produzieren. Großformat hat etwas mit Perfektion zu tun. Es macht doch erst dann einen Sinn wenn ich wenigstens die Dehnung der Tiefenschärfe nutze - wenigstens. Das ist doch gerade der Reiz daran. Wenn ich davon spreche, dass Leute damit die Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollen, dann sicher nicht der mit dem Baum auf der Wiese. Das passiert dann wohl eher in der Stadt - das kam dann falsch von mir rüber. Das vorher Gesagte ist aber trotzdem meine Meinung von der ich auch nicht weiche. Das wer anders drüber denkt ist in Ordnung, es soll doch jeder machen wie er denkt.

    Aber wie bereits oben gesagt: Die Leute stellen das Ding auf den Acker, schieben die Front nach oben und machen ein Foto von einem Baum. Das schafft man auch ohne zu wissen, wie der doppelte Scheimpflug funktioniert.

    Da bin ich jetzt aber ganz bei Gerhard und erlaube mir zu sagen, dass solche Leute dann auch besser die Finger vom Großformat lassen. Wenn ich mich mit den vielfältigen Möglichkeiten einer solchen Kamera nicht auseinandersetzen will und den großen Kasten nur auf die Wiese zerre um bei anderen Eindruck zu erhaschen, habe ich komplett nicht verstanden was der Unfug soll. Überhaupt ist klar - das schrieb Gerhard auch - das Großformat nur Sinn macht wenn man selbst entwickelt. Eigentlich gehört da auch ein passender Vergrößerer dazu (ich spare selbst gerade dafür) um dann auch bei "Baum-auf-der-Wiese"-Bildern zu zeigen, dass Großformat doch mehr kann als Mittelformat. Un dalles noch auf den Nenner gebracht - wer für ein Foto keine Zeit hat ist beim Großformat raus.

    Natürlich auch ein guter Punkt über die Naheinstellgrenze zu reden. Für mich gibt ’s da allerdings wenig Probleme, da ich kaum bis keine Portraits mache. Bei mir sind Motive eher im Bereich Landschaft und Eisenbahn im Fokus. Ich bin aber ehrlich - Portraits sind vielleicht nicht mein Ding weil ich mich bisher zu wenig damit befasst habe. Und das Flektogon wird dann wohl als nächstes drankommen wenn es bereits zweimal empfohlen wurde.

    Danke für Deine Anmerkungen, Ralf. Das Flektogon habe ich ja bereits auf meiner Liste. Hier warte ich noch auf eine passende Gelegenheit. Das es so gut in der Schärfe ist wusste ich nicht. Interessant.

    Vom 180er bin ich bisher eigentlich schon begeistert. Wie man am obigen Beispielbild sieht ist es doch nicht schlecht. Das habe ich übrigens freihändig geschossen - ich mag es beim Fotografieren etwas in der Hand zu haben. Die 6000er Rolleiwürfel oder die Pentax 67 (Da muss ich andernorts noch berichten) sind ja doch auch ganz schöne Granaten.

    Ich denke früher oder später werden es ohnehin ALLE werden. Sie kosten ja vergleichsweise wenig, erst recht wenn man deren Qualität betrachtet. Es wird auf jeden Fall interessant.

    Ach und noch etwas - jetzt an alle Pentacon Six Freunde gerichtet - wie ist das mit 220er Film? Muss ich da wirklich nichts umstellen? Einfach nur durchfotografieren? Ich habe mir die Tage gerade einen 100er Fomapan eingelegt ...


    Grüße,

    Mathias

    Nachdem jetzt zum Thema Pentacon Six lange nichts mehr geschrieben wurde, nehme ich den heutigen Tag und den Umstand noch ein weiteres Objektiv für meine Kamera erstanden zu haben zum Anlass um endlich mal ein Bild von meinen Pentacon-Gerätschaften zu zeigen. Allerdings bitte ich um Entschuldigung, dass ich kein schön arrangiertes Foto gemacht habe wie es einem Fotoforum gerecht wäre ….


    IMG_5904.jpeg


    Ja, das ist meine P6 TL. Mit Biometar 80mm, dem Sonnar 180mm nebst Köcher und der neuwertigen Kameratasche. Hinzu kommt noch ein Sonnar MC 300mm. Ein Flektogon kommt natürlich auch noch dazu.


    Alles in allem eine schöne Kamera. Ich habe allerdings doch noch eine gewartete gekauft, die praktisch fehlerfrei läuft (leicht unterschiedliche Bildabstände gibt es, aber keine Überlappungen).

    Hier mal noch ein Beispielfoto out of the box mit dem Sonnar:


    IMG_5907.jpg


    Ich meine was will ich mehr? *green*

    An sich ganz OK, aber die beiden vertikalen Streifen links und rechts sind unschön (jaaaa, das Haar war bei Scannen übersehen worden X/:(

    IMG_5881.jpeg

    Fomapan 400, abgelaufen 11/23. Aufgenommen mit Rolleiflex 2.8C. Wurde etwas kanapp belichtet, da ich ihne Stativ unterwegs war. Andere Aufnahmen zuvor mit mehr Licht waren ohne Probleme.

    Schade, ein Ansatz war's zumindest. Aber dass gleich zwei Objektive nicht funktionieren ist doch sonderbar:/ Um ehrlich zu sein habe ich nie gewagt ein altes 6006-Objektiv an die 6008 zu bauen. Es sollte aber eigentlich funktionieren. Und an der 6006 hast Du 's ja schon probiert. Bleibt nur die Option noch eine andere Kamera bzw. Objektiv zu testen um die Fehlerquelle einzukreisen.

    Die hatten ursprünglich mal 10V. Nachdem NiCd-Akkus aber verboten wurden kommen die neuen Versionen … ich glaube auf 10,8V. Wichtig ist natürlich auch ob der Akku das auch abgeben kann. Ich habe meine umbauen lassen bei einem Freund der 6000er Serie in den Niederlanden. Der kennt sich offenbar sehr gut mit Elektronik aus und baut auch die alten Ladegeräte passend um, so dass der Akku nicht überhitzt. Man findet den ganz leicht beim bekannten Internetauktionshaus. Seitdem ich das gemacht habe ist Ruhe. Geht wie früher. Sorry ich mach hier unbezahlte Werbung, aber es war die Sache wert. Kostet halt was …

    Hallo Julian.

    Es freut mich immer wieder wenn jemand diese herrlichen Rollei-Kameras besitzt und damit arbeitet. Schade, dass Du Probleme damit hast.

    Aber zurück zum eigentlichen Problem. Die Kameras benötigen ordentlich Strom. Nun ist mein erster Ansatz der Akku. Er mag genügen um die Kameras auszulösen, jedoch nicht mehr genug Dampf zu haben um auch noch das Objektiv und damit den Verschluss zu steuern. Ferner muss man wissen, dass es - vereinfacht - drei Generationen Objektive gibt. Die frühen Rollei HFT (SLX, 6002 und 6006), die PQ- und PQS-Objektive. Letztere wurden dann für die aufwändigeren, späten Modelle wie 6008 und Anverwandte verwendet um die Mehrfeldbelichtungsmessung und 1/1000s zu ermöglichen. Also ich besitze mehrere Kameras, Akkus und Objektive dieser Serie. Warum jetzt ausgerechnet keine der beiden Kameras mit den Objektiven funktioniert kann ich aber leider nicht sagen. Ich tippe eben auf mangelnden Strom des Akkus. Im Übrigen habe ich auch ein 80mm Planar PQ welches nicht funktioniert, aber gleich zwei ist schon merkwürdig.

    Und wenn Du hochrechnest, was an Kosten durch die Ausarbeitung entstehen, soll es auf ein paar Euronen beim Film (Delta derzeit noch bei Fotoimpex in Berlin für € 9,69 (bei 10 Stk KB) erhältlich, der APX 100 kostet € 5,79.

    Da gebe ich Dir völlig recht, Wolfgang. Ich habe da eine ähnliche Denkweise. Der Unterschied bei mir liegt darin, dass ich auch Sammler bin und manche Kamera neu dazu kommt bzw. Länger nicht genutzt wird. Hier greife ich dann doch gerne auf günstiges Filmmaterial zurück. Die Ausnahme bleibt Foma 100, da ich damit die Möglichkeit habe 220er-Filme zu konfektionieren, die im Mittelformat eine gute Qualität haben und gerade bei 6x7 (oder gar noch breiter) auch hinreichend viele Aufnahmen ermöglichen.

    Bei Kameras, die ich viel nutze, bin ich auch nicht wählerisch und greife parktisch ausschließlich auf die Premiumprodukte von Ilford zurück. Knipsen tut ja hier wohl eher keiner …

    Nachdem hier noch auf das Thema Empfindlichkeit und Kratzer eingegangen wurde - also ich habe mit dem Foma 100 und auch mit seinen Geschwistern 200 und 400 bisher keine Probleme diesbezüglich gehabt. Glück oder liegt‘s an was anderem? Ich weiß es nicht.

    Und bezüglich der Empfindlichkeit des 100ers kann ich nur Zufügen, dass cih generell sehr großzügig belichtete und daher auch keine Probleme habe. Ich kompensiere dies in der Regel mit einer kürzeren Entwicklungszeit. Ja und da auch noch der Hinweis, dass ich überwiegend mit ID-11 entwickelt habe, jetzt wieder bei D 76 (größerer Bestand) bin und auch gerne mit dem Wehner-Entwickler arbeite.

    Das sehe ich ähnlich. Die „alte“ Generation Film, die ohne Flachkristalle auskommt, zeigt selbstverständlich mehr Korn. Wenngleich ich sagen muss, dass auch diese Filme, gerade in der Klasse mit 100 ASA oder weniger, durchaus sehr feinkörnig sein können. Dies setzt allerdings auch eine genaue Belichtung und dazu passende Entwicklung voraus.

    Stichwort Entwicklung - aktuell bin ich dabei meine Bestände an D 76 aufzubrauchen. Wo immer es möglich ist setze ich diesen 1+3 an. Das erzielt ein sehr feines und scharfes Negativ. Es geht mit Feinkorn Entwicklern vielleicht noch einen Tick besser aber ich bin damit sehr zufrieden. Da D 76 dem genannten ID-11 sehr ähnlich ist - scheinbar nicht ganz(?) - kann ich dieses Verfahren jedoch auch dafür empfehlen.

    Ja und zum Thema Aufsteilen. Das sehe ich auch so. Man muss wirklich aufpassen, dass man nicht zu lange entwickelt. Hier riskiert man schnell, dass alles zuläuft. Umgekehrt muss man sich auch im Klaren sein, dass die Kontraste schon recht hoch sind.

    Fomapan 100 nutze ich gerade wieder viel als Rollfilm bei halbwegs sonnigem Wetter. Licht braucht er ja, wie Christof ja schon indirekt schreibt.