Beiträge von Peter Donn

    ja, der apx in rodinal macht eine dunkellila brühe. daran erkennt man "posthum", dass es ein echter apx war. was ist daran schlecht? der film wird auch mit vorwässern im endergebnis doch nicht klarer?
    die färbung muss aus einer chemischen reaktion des lichthofschutzes mit dem rodinal kommen. andere film-entwickler-kombinationen ergeben keine färbung, das tut nur diese eine.

    ja, die rollei-retro-100-meterware hat genau diese nummerierung. allerdings ist sie da so aufgebracht, dass die filmnummern bei verwendung eines standard-filmladers in der filmspule rückwärts ankommen, also andersherum als bei gekauften filmen.

    das wiederum wäre wiederum ideal für diese neumodischen kameras mit rückwärtseinzug (oder wie heißt das?), der eigentlich gar nicht so unpraktisch ist (z.b. gegen versehentliches öffnen des kamerarückdeckels).

    eben - schleier macht nichts, den sieht man auf dem abzug erstmal nicht. etwas kontrastreicheres papier verwenden bzw. bei multigrade etwas steiler filtern, und weg isser. was der schleier natürlich in gewissem maße (aber auch das ist kein drama) mit sich bringt, ist u.u. eine erhöhung der körnigkeit.

    und ja, der np27 neigt sehr zu schleier und grobkörnigkeit, aber trotz alter, schleier und korn kann man mit dem material durchaus noch etwas anfangen, wenn der alterungsprozess gleichmäßig stattgefunden hat. oftmals altern filme aber an den rändern schneller als in der streifenmitte, manchmal bilden sich punkte und stippchen im negativ - das ist dann das aus für eine "ernsthafte" verwendung solchen materials. derartige alterunghsspuren variieren aber nach meiner orwo-erfahrung durchaus auch innerhalb eines 10er-packs völlig willkürlich. mal ist ein film gut erhalten, aber bereits die nächste spule kann völlig hinüber sein.

    that's life.
    wer das nicht mag, kann ja frischen film verwenden. noch gibt es ihn. :)

    Tja, wenn ich das damals gewusst hätte...

    Im September 2007 habe ich den Rollei Retro 100 (Leverkusen-Konkurs-APX) in der Bucht ("Sofort-Kaufen") bei Compard für lächerliche 24,99 Euro je 35-m-Rolle eingekauft.

    Im März 2009 dann wurde es noch besser: Damals hat MACO in seinem Online-Shop dieselben 35 m Rollei Retro für genau 17,82 Euro je Rolle (brutto!) verhökert. Ich habe mir 6 Rollen gekauft, die bald aufgebraucht sein werden. Angesichts der derzeitigen Preise hätte ich besser 60 oder 600 Rollen nehmen und jetzt in der Bucht verticken sollen - ich wäre ein reicher Mann...
    Auch für den Eigenbedarf hätte ich beherzter zugreifen können. Dem unbelichteten Film geht es nach wie vor sehr gut, kein Schleier, Empfindlichkeitseinbußen oder gar schlimmere Alterungserscheinungen festzustellen. Aber das weiß man natürlich vorher nicht. Wenn mir das Zeug im Schrank vergammelt wäre, hätte ich auich nichts davon gehabt. A propos Schrank: Das erste Jahr hatte ich die Schachteln im Kühlschrank gelagert (nicht eingefroren), danach einfach im Keller im Schrank.

    Und ob es jemals wieder so billig sein wird wie 2009 steht mindestens in den Sternen.

    Schluchz.

    ja, dass der delta in rodinal eine katastrophe wäre, das hört/liest man immer wieder. das halte ich aber für unsachlich. ich erziele sehr gute ergebnisse mit dem delta 100 in parodinal (rodinal-selbstansatz-variante). das korn kommt fein, die tonwerte satt und schön. meines erachtens gibt es keinen grund, von der kombi rodinal und delta abzuraten.
    peter.

    Die genannten Einstellungen waren nicht aktiv. Das Scan-Ergabnis war nun besser, wenn man im Reiter "Farbe" die Einstellung "Farbbalance" auf "nein" setzt, die ganzen Steuerwerte numerisch eingibt und auf Sicht im Vorschaufenster überprüft. Allerdings dürfte die Hauptursache für meine Problemchen darin liegen, dass ich nur die Standard- und nicht die Pro-Version von Vuescan nutze, das Abspeichern des Rohscans und die Einbindung der Kalibrierung (IT8/ICC) sind darin nicht vorgesehen.

    Hallo Vuescan-Experten,
    ich hoffe, meine Frage ist nicht zu doof:
    Seit einiger Zeit benutze ich Vuescan 9.0.07, in der Standard-Edition, zusammen mit einem CanoScan 8600F unter Windows 7-64. Wie bekomme ich es hin, dass Vuescan mir einen Durchlicht-Scan völlig roh (ohne Auto-Gradations-, Farb- und sonstiger Anpassung) anfertigt? Ich meine, alle Automatismen abgeschaltet zu haben und scanne direkt aus Vuescan in eine Datei. Alternativ wäre es für mich auch OK, den Scan mit automatischen Korrekturen laufen zu lassen, aber die sollten das Bild dann auch besser machen und niocht zerstören wie bei mir der Fall...

    Insbesondere bei Farb-Durchlichtscans (besonders bei Dias, aber auch bei Filmnegativen) habe ich das Problem, dass der angezeigte, sich aufbauende (Roh-)Scan während des Scannens im Vuescan-Fenster sehr gut aussieht, aber sobald der Scanvorgang abgeschlossen ist, versucht Vuescan die Kontur des Bildes mit einer Auswahllinie zu umgrenzen und darauf jene "Optimierungen" anzuwenden, die die Farbigkeit des Bildes in schrägste Verzerrungen ziehen. Die unbelichteten schwarzen Bildteile (z.B. der schwarze Filmhalter) werden dann zwangsweise aufgehellt, was mit einem unerträglichen Rauschen einhergeht (siehe Anlage).

    Momentan helfe ich mir dadurch ab, dass ich die Scans mit einer hohen Bittiefe anfertige und hinterher per Histogramm- und Gradations-Korrektur im Bildbearbeitungsprogramm versuche zu retten, was zu retten ist.

    Das kann doch nicht die einzige Möglichkeit sein?! Zumal das Bearbeiten hinterher sehr lang dauert und nicht immer den gewünschten Erfolg bringt.

    Vielen, vielen Dank schonmal für Eure Hilfe an einen "Nixblicker" :)

    Peter.

    Ja, das sind Luftblasen. Das Problem habe ich beim Mittelformat auch immer wieder, mit der Standentwicklung hat es insofern zu tun, als sich die Luftblasen nicht bewegen und sie daher besonders dunkel (=keine Entwicklung=keine Schwärzung auf dem Negativ=transparente "Löcher", die beim Positiv schwarz werden. Lösung: Weniger schäumenden Film verwenden (z.B. schäumt der Delta 100 in Rodinal bei mir ganz erbärmlich) oder einfach soviel Entwickler wie möglich einfüllen, um mit dem Film noch "unter Wasser" zu sein, wenn oben Schaum aufschwimmt. Sicherste Lösung des Problems: Rotation oder häufigeres Kippen.

    Hm, ich würde mir nicht soviele Gedanken machen. Die Negative haben doch beide eine vorhandene Lichter- und Schattenzeichnung. Wenn sie zu dünn sind - länger entwickeln. Wenn's zu steil wird, haben wir es mit forcierter Entwicklung, also Push, zu tun. Und weichere Negative erhält man bekanntlich durch reichlicheres Belichten bei verkürzter oder kühlerer Entwicklung.
    Im übrigen finde ich, dass auch das untere Referenzbild vom Histogramm her alles andere als ideal rüberkommt, ich hab mal versucht, beide Bilder nachzubearbeiten. Das tut man natürlich besser direkt in der Scansoftware, oder man scannt mit höherer Bittiefe, bearbeitet dann und stellt später erst auf 8-bit runter, um Daten zu sparen.

    Falls ich nicht zu spät bin, hier meine APX/Retro-100-Werte:

    Ich belichte wie 80 ASA,
    entwickele in Parodinal (ja, ist nicht das Original, aber die Zeiten sollen angeblich übertragbar sein und sind es meiner Erfahrung zufolge auch - der Selbstansatz macht mir einfach Spaß)
    1+50 (6+300 für einen, 11+550 für 2 135er)
    13 Minuten lang
    bei 18°C
    und kippe ca. 5 sek/Minute (Dose 3x auf den Kopf und wieder zurückgedreht).

    Die Ergebnisse sind meines Erachtens gut. Probleme mit Unterentwicklung habe ich nicht, vielleicht könnte ich mit längeren Entwicklungszeiten mehr ASA rausholen, aber ich bin kein Freund steiler Negative.

    Schwierigkeiten habe ich hin und wieder im Hochsommer, wenn die Lufttemperatur hoch ist und sich die Dose schnell erwärmt. Da hatte ich schon einige Male zu steile Negative.

    Während meiner ebenfalls ca. 1-jährigen Outback-Aufenthalte (Russland, aber das ist mit Zentralamerika vielleicht vom Status her vergleichbar) hat sich folgendes Vorgehen sehr bewährt:

    1. Selber entwickeln. Ich rate Dir zur klassischen Alternative mit "Reiselabor": Entw.-Dose, Chemie vor Ort kaufen, Wechselsack, klassische s/w-Filme. Negativhüllen am besten mitnehmen, die sind vor Ort u.U. nicht immer einfach zu bekommen.

    2. Abzüge kannst Du Dir im Minilab Deines Vertrauens vor Ort machen lassen, auch auf Farbpapier. Das ist gar kein Problem und wird ziemlich gut, solange sie mit Deinen Negativen sorgsam umgehen. Achte darauf, dass Handschuhe verwendet werden. Analoge Minilabs sind digitalen qualitativ vorzuziehen. Den leichten Farbstich filtert Dir ein erfahrener Operator aus, und falls ein minimaler Stich bleibt, fand ich den oft sogar ziemlich charmant.

    3. (Tip auch an Wolfram):

    Aqua demin braucht keiner. Stattdessen zur 100%igen Fleckenvermeidung: Netzmittelbad mit 1 Tropfen Spüli in 300 ml Wasser ansetzen (wem Spüli zu improvisiert ist, der nehme Profi-Netzmittel), Bad darin für 30 sek., Film aufhängen, Filmrückseite (Nicht-Schichtseite) z.B. mit einem fusselarmen weichen Baumwolltuch (z.B. Stofftaschentuch) vorsichtig trocknen (von oben nach unten abziehen). Wichtig ist dabei, dass man die Schichtseite in Ruhe lässt, aber das ist eigentlich selbstverständlich.

    Gute Reise und
    Gut Licht!

    Zitat von "Alex Schwinn"


    wo stand denn diese Behauptung?


    Hier:

    Zitat von "Bastian Schramm"

    Ich kenne sogar Profis die ihre Filme in Kühltruhen on location bringen.


    Weiterhin:
    Klar macht es Sinn, bei längerer Lagerung File tiefzukühlen. Darüber mache ich mich alles andere als lustig! Auch im hochwertigen Fotohandel sind Kühlschränke ein Zeichen von gutem Service.
    Ich sträube mich nur immer gegen High-End-Praktiken in Teilbereichen des Workflows, wenn andere Teile völlig unberechenbar und individuell sind. Einem belichteten oder unbelichteten Film passiert nichts Schlimmes, wenn er auf dem Weg zum oder vom Shooting im warmen sommerlichen Auto unterwegs ist. Etwas anderes ist vermutlich die tagelange Lagerung im direkten Sonnenlicht oder in schwarzer Verpackung unter der sonnenbeschienenen Windschutzscheibe.
    Wenn es so schlimm wäre mit der zeitweiligen Erwärmung von Filmmaterial, dann dürfte es z.B. gar keine farbrichtigen Analogaufnahmen aus der Sahara geben ;)

    In diesem Sinne...

    Die Filme im Kühlbeutel "on location" zubringen, ist ja wohl totaler Quark!
    Heute, wo jedes (ich erdreiste mich) professionelle analoge Farbbild digital weiterbe- und -verarbeitet wird, spielt dieser ganze Farbtemperatur-Hype überhaupt keine Rolle mehr. Wenn überhaupt, ergeben sich minimalste Farbverschiebungen, die ohnehin beim Abzug (sogar beim analogen!) ausgefiltert werden. An die "totale Kalibrierung" zu glauben, ist (bei Analog sowieso!) total vermessen. Allein die Ausnutzung des Entwicklers kann nie ganz gleich sein, will sagen, auch der C-41- oder E-6-Prozess hat Toleranzen.
    Und die Farbfehler durch zu warmen Transport der Filme zum Shooting liegen vermutlich deutlich unter diesen Toleranzen.
    Das ist reine Wichtigtuerei, Arroganz der angeblichen Profis. Die großen Fotografen des 20. Jh. (ausgenommen vielleicht Ansel Adams) hatten nie diese Obsession und sind 100mal besser damit gefahren als irgendwelche Profis, die die Filme im Bordkühlschrank zum Shooting fahren und am Ende beim Scannen alles vermurksen. Das Ergebnis zählt, nicht aber das Primborium auf dem Weg dorthin.
    Sorry, habe diesbezüglich schon alles Mögliche erlebt.

    Was war es denn für ein Film?Ähnliche Schlieren kenne ich von überlagertem Filmmaterial (Orwo). Vielleicht war's auch zu wenig Agitation. Eine echte Überschiebung der beiden Filmrollen sieht viel schlimmer aus - hatte ich auch schon.

    Ich entwickele meine Rollfilme immer zu zweit, ohne Duo-Clip (den gibt es für AP-Spiralen auch gar nicht). Der ist auch gar nicht nötig, wenn man den ersten Film bis an den Anschlag aufspult und den zweiten nicht zu weit hineinschiebt.

    Zitat von "Rolf Becker"

    Genau darum geht es mir mit meinem Experiment. Ich behaupte, es gibt eben doch etwas Brauchbares. Das Gerben übernimmt das Alaun, und die Permanganat-Konzentration darf einfach nicht zu hoch sein, dann passiert auch gar nichts Schlimmes mit dem Film. Unter diesen Umständen ist die Umkehrung mit Permanganat als völlig unproblematisch anzusehen. Einzig die Haltbarkeit der Bleichlösung ist bei Permanganat schlechter, aber das nehme ich gerne in Kauf, wenn ich damit die Umwelt und meine Gesundheit schone.
    Des weiteren gibt's noch eine Bleichvariante mit einem Kupfersalz (vergessen, welches genau), das habe ich aber noch nicht probiert und habe das auch nicht vor, da das mit dem KMnO4 gut funktioniert.

    Zum Vergleich:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kaliumdic…efahrenhinweise
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kaliumper…erheitshinweise

    Zitat von "Rolf Becker"


    Also: Du brauchst 3 g KSCN auf einen Liter (oder 1 kg) Erstentwickler!

    3/1000 = 3 Promille oder 0,3 %

    Zitat von "Rolf Becker"


    Das erwähnte Benzotriazol 0,2% (0,02g/l Erstentwickler) [...]

    0,02/1000 = 0,02 Promille oder 0,002 %
    Vielleicht sollte es heißen 0,2 g/l = 0,2/1000 = 0,02 % ?

    Oder habe ich einen Denkfehler darin?